Praktikum in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen

Foto: Maria Depolt
Foto: Maria Depolt

 Im ersten Ausbildungsjahr der FSP ist es möglich sein Praktikum in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen zu absolvieren. Oft entscheiden sich Auszubildende der FSP aus Unsicherheit gegen diese Möglichkeit. Man sollte sich die Chance etwas Neues kennenzulernen und auszuprobieren, aber nicht nehmen lassen. Gerade die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen kann sich positiv auf das eigene Selbstbewusstsein, Durchsetzungsvermögen und Durchhaltevermögen auswirken. Voraussetzungen für diese Arbeit sollten Freundlichkeit, Offenheit und Geduld gegenüber diesen Menschen sein.

 

Eine mögliche Einrichtung für ein solches Praktikum könnte die Förderschule Ottenbeck sein. Dort werden Kinder mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Bereich der geistigen Entwicklung unterrichtet. Die Förderschule verfügt im Haupthaus im Schuljahr 2019/ 2020 über 15 Klassen von Klasse 1 - 12 und ca. 90 Schüler/ innen. Das Besondere an der Arbeit ist es jedes Kind nach seinen individuellen Möglichkeiten und Bedürfnissen zu fördern und mit der weitestmöglichen Selbstständigkeit die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu eröffnen. Dazu muss eine enge Beziehung zu den Kindern aufgebaut werden.

 

Zu den Aufgaben eines Erziehers/ einer Erzieherin in diesem Bereich gehören z.B. unterstützende erzieherische Maßnahmen während der Unterrichtszeit, Betreuung der gemeinsamen Essenszeiten und die Unterstützung bei alltäglichen Prozessen der Kinder. Die Erzieher/ innen begleiten die Schüler über den gesamten Tag in der Einrichtung und sind deshalb wichtige Bezugspersonen.

 

Die größten Unterschiede zu einer Kindertagesstätte sind vor allem die zeitlich enger strukturierten Abläufe und eine klare Führung. Die klare Führung ist für die Kinder wichtig, weil man nicht davon ausgehen kann, dass sie Entscheidungen für sich selber treffen können, z.B. das Anziehen bei kalten Temperaturen.

 

Aus eigener Erfahrung kann ich ein Praktikum in der Förderschule Ottenbeck nur empfehlen, ich fühlte mich dort gut aufgenommen und angeleitet. Praktikanten sind in der Förderschule immer gerne gesehen.

 

Medienprojekt der FSP 19 im Praxisblock

Bei unserem derzeitigen Praktikum, welches in verschiedenen sozialpädagogischen Einrichtungen stattfindet, führen wir ein Medienprojekt durch. Hierbei müssen mindestens fünf Kinder und/oder Jugendliche beteiligt sein. Dabei ist es wichtig darauf zu achten, dass das Interesse von der Klientel aufgegriffen wird. Zudem soll das Projekt die Medienkompetenz der Kinder und Jugendlichen erweitern. In diesem Zusammenhang ist es vorstellbar beispielsweise zum Thema Film- sowie Hörspielerstellung,

Fotobearbeitung oder Webseitengestaltung tätig zu werden.

Hierfür besteht die Möglichkeit sich von der Schule passendes Equipment wie zum Beispiel Spiegelreflexkameras, Stative und Mikrofone auszuleihen. Ebenfalls gibt es die Option einen Laptop für eine Gebühr von 5 Euro zur Verfügung gestellt zu bekommen. Abschließend müssen wir eine schriftliche Ausarbeitung zu unserem Medienprojekt erstellen. Im Anschluss an unser Praktikum werden die entstandenen Handlungsprodukte im Klassenplenum vorgestellt sowie besprochen. 

Impfpflicht in KiTas und Schulen

Am 01.03.2020 tritt ein neues Gesetz zur Impfpflicht in Kraft. Dieses besagt, dass alle Kinder und Mitarbeiter in Kindertageseinrichtungen, Schulen, Gemeinschafts- oder Flüchtlingsunterkünften gegen Masern geimpft sein müssen. Können sie diese Impfung nicht nachweisen, drohen Bußgelder bis zu 2500€ oder der temporäre Ausschluss aus der Einrichtung. Dieses Gesetz entstand aus dem Umstand heraus, dass die allgemeinen Impfzahlen in den letzten Jahren zurückgegangen sind, wodurch die Herdenimmunität nicht mehr ausreichend gegeben ist. Die Herdenimmunität schafft einen umfassenden Schutz für z.B. alle Bürger Deutschlands, wenn über 94% aller Menschen geimpft sind. Dadurch werden auch diejenigen geschützt, die sich aus unterschiedlichen Gründen (Alter, gesundheitliche Gründe) nicht impfen lassen können. 

 

Quelle: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/masern-bundestag-beschliesst-impfpflicht-fuer-kita-kinder-und-kita-mitarbeiter-a-1296471.html [Stand: 20.02.20]

Tag der offenen Tür 2020

Foto: Nicola
Foto: Nicola

 

Es ist wieder so weit, am Samstag den 8. Februar 2020 öffnet das Berufsschulzentrum Stade von 9:00 bis 13:00 Uhr die Türen für Sie. In dieser Zeit können Sie sich über die verschiedensten Ausbildungs- und Schulformen der drei Berufsschulen informieren.

 

Diese Chance nutzen wir gerne, um Ihnen die Möglichkeit zu geben die beiden unten genannten sozialen Berufsausbildungen besser kennen zu lernen. Aus diesem Grund laden wir Sie herzlich zu uns in die JOBELMANN-SCHULE (BBS I) ein.

 

Bei Interesse bezüglich der Ausbildung zum/-r Sozialpädagogischen AssistentIn (SPA) und zum/-r ErzieherIn (Fachschule für Sozialpädagogik - FSP) stehen wir Ihnen an diesem Tag unter anderem für persönliche Gespräche im Theatersaal der JOBELMANN-SCHULE zur Verfügung. Von 10 bis 12 Uhr geht es hier rund um die Ausbildung zum/-r Sozialpädagogischen AssistentIn. In der danach folgenden Stunde dreht sich alles um die weiterführende Erzieherausbildung.

 

Um Ihre Fragen bestmöglich zu beantworten, werden einige SchülerInnen der FSP Unter- und Oberstufe gemeinsam mit einigen Lehrkräften vor Ort sein. Sie stehen für Fragen zur Verfügung und können bei Interesse aus dem Ausbildungsalltag berichten. Zusätzlich können Sie in dieser Zeit im Theatersaal kleine Präsentationen zu den beiden Ausbildungen angucken, welche einige Zusatzinformationen bieten.

 

Wir freuen uns über Ihr Interesse an diesen sozialen Berufen und hoffen auf ein zahlreiches Erscheinen.

 

OLA Wechsel zum 2. Halbjahr

Das erste Halbjahr des Schuljahres 2019/20 ist beendet und die Zeugnisferien sind vorbei, nun steht ein OLA Wechsel an. Alle belegen ein neues OLA, welches sie Anfang des Jahres für das 2. Halbjahr gewählt haben. Im 2. Halbjahr stehen uns andere Optionale Lernangebote zur Verfügung, als im ersten Halbjahr. Es findet z.B. Darstellendes Spiel, Spielmobil sowie auch Sport statt, dafür entfällt z.B. Tanzen.

 

Einblick ins optionale Lernangebot Ernährung

Im optionalen Lernangebot Ernährung bei Frau Dallmann hat unser Kurs einiges über die vielfältigen Facetten von Lebensmitteln erfahren. Im theoretischen Teil lernten wir viel über die Lebensmittelgruppen & -inhaltsstoffe, was gesunde Ernährung ausmacht und die Traditionen in anderen Ländern kennen.

 

Dieses Wissen durften wir meist direkt in der Praxis anwenden und gemeinsam ein leckeres Essen zaubern. Dabei wurde jeder an seinem Wissensstand abgeholt. Hinzu kamen tolle Gelegenheiten auch das Servieren bzw. Eindecken bei kleinen, selbstorganisierten Buffets kennenzulernen. Ein Highlight des Kurses war die Einführung in die Welt eines Barista. Besonders gut hat uns gefallen, dass wir den Input aktiv mit gestalten konnten und unsere Wünsche von Fr. Dallmann stets aufgegriffen wurden.

Die FSP 19 sammelt neue Praxiserfahrungen!

 

Seit dem 13.01.2020 befindet sich die FSP Unterstufe im Praxisblock. Von Montag bis Donnerstag besuchen die SchülerInnen die verschiedensten Praxiseinrichtungen. Das besondere an diesem Praktikum ist, dass neue Arbeitsfelder entdeckt werden.  In diesem Ausbildungsjahr arbeiten wir mit Kindern über sechs Jahren, Menschen mit Beeinträchtigungen, in Jugendhäusern und vielen weiteren Bereichen. Allerdings haben wir unseren gewohnten Bereich in den Kindertagesstätten verlassen. Dies bringt neue Ängste, aber auch viele neue Erfahrungen für die SchülerInnen mit sich.

 

Nun sind auch schon die ersten drei Wochen im neuen Arbeitsfeld vorbei und wir konnten in unseren Praxiseinrichtungen ankommen. Da dieses Praktikum bis Mitte April geht, steht bei einigen SchülerInnen nun schon bald die erste benotete Aktivität an.

 

Es bleiben also weiterhin viele neue Erfahrungen offen.

 

Ausflug der FSP 19

Am Mittwoch, dem 08. Januar 2020 fuhren wir im Rahmen des Religionsunterrichts mit Herrn Pankop und unserer Klassenlehrerin Frau Faust für einen Tagesausflug nach Hamburg.

 

Der Tag startete mit einem Besuch in der Moschee der Islamischen Gemeinde Harburg e.V.. Dort nahmen wir an einer Moscheeführung teil. In der Gesprächsrunde mit dem Imam im Gebetsraum erfuhren wir mehr über die Geschichte der Moschee, den Alltag in der Moschee und die Religion des Islams. Außerdem gab es Raum, um eigene Fragen zu stellen. Anschließend wurden uns die Einrichtung des Gebetsraums und die anderen Räumlichkeiten der Moschee gezeigt. Zusätzlich wurden wir eingeladen, uns das Mittagsgebet anzuschauen. Dies war für uns als angehende Erzieher/innen eine sehr interessante Erfahrung. Vor allem, da diese Religion bei vielen Kindern und Jugendlichen in den pädagogischen Einrichtungen, in denen wir arbeiten, ein Teil des Alltags ist.

 

Nach dem Besuch der Moschee fuhren wir in den Hamburger Stadtteil Sankt Georg. Dort besuchten wir die AIDS-Seelsorge. Wir sprachen mit einer Mitarbeiterin über HIV und AIDS. Der Besuch wurde in Form einer offenen Gesprächsrunde und einer Arbeitsphase in Kleingruppen strukturiert. Auch hier bekamen wir die Möglichkeit, unsere Fragen zu stellen. Dabei erfuhren wir mehr über den gesellschaftlichen Umgang mit dem Thema AIDS und den Betroffenen, besonders im Wandel der letzten drei Jahrzehnte.

 

Anschließend besichtigten wir den St. Marien-Dom in Hamburg.

Gegen Abend stärkten wir uns in einem Restaurant bei einem gemeinsamen Abendessen.

 

Der Tag endete mit einem Besuch des Thalia Theaters. Dort schauten wir uns das Theaterstück "Orpheus - eine musische Bastardtragödie frei nach dem Mythos" an.

Tagespraxis: Der Start in die Jugendarbeit


Bevor wir Mitte Januar in das Praktikum gehen werden, hatten wir in der Zeit zwischen Herbstferien und Weihnachten die Gelegenheit schon einmal ins Arbeitsfeld der Jugendarbeit hineinzuschnuppern. Durch ingesamt 40 Stunden als Duo, Dreier- oder Vierergruppe in den Jugendeinrichtungen durften wir einen Einblick in die offene Kinder und Jugendarbeit bekommen. Generell schien diese Methode vielen der Mitschüler zu gefallen, da so ein paar Ängste vor der Jugendarbeit abgebaut werden konnten. Ein Kritikpunkt war jedoch der zeitliche Umfang. Nach der regulären Schulzeit noch für einige Stunde in die Praxis zu müssen, während man gleichzeitig Klausuren schreibt, war manchmal etwas viel. Rückblickend kann man sagen, dass es uns den Start in den neuen Bereich erleichtert hat. Hierfür sind wir dankbar. Ebenfalls ein großes Danke an die Einrichtungen, die uns dies ermöglicht haben!

Neue Ausgabe des Handbuchs zur sozialpädagogischen Ausbildung

 

Ab dem Schuljahr 2019/2020 wird es eine neue Ausgabe des Handbuchs zur sozialpädagogischen Ausbildung geben.

In dem Handbuch werden Euch die jeweiligen Ausbildungsverläufe erläutert. Außerdem enthält es entsprechende Arbeitshilfen.

 

 

 

 

 

 

Herunterladen könnt Ihr Euch das Handbuch als PDF unter dem Punkt Sonstiges!

 

 


Das Gute - Kita - Gesetz

Seit dem 1. Januar 2019 ist das Gute-Kita-Gesetz gestartet. Was hat es sich mit dem neuem Gesetz überhaupt auf sich? Was stellt es dar?

Mit diesem Gesetz werden den Ländern vom Bund bis zum Jahr 2022 insgesamt 5,5 Mrd. Euro für die Qualitätsentwicklung in den Kindertagesstätten und in der Kindertagespflege zur Verfügung gestellt.

 

Dabei umfasst die Qualitätsentwicklung in der Kinderbetreuung 10 Handlungsfelder:

  1. Bedarfsgerechtes Angebot

    * Anpassung der Öffnungszeiten

    * individuelle Förderung der Kinderbetreuung

  2. Guter Betreuungsschlüssel

    * für eine bestimmte Kinderanzahl muss eine Mindestanzahl an Erzieher/innen anwesend sein

  3. Qualifizierte Fachkräfte

    * mehr Erzieher/innen in die Kitas

  4. Starke Kita – Leitungen

    * Stärkung der Leitungen, d. h. mehr Planungs – und Organisationsfreiraum

  5. Kindgerechte Räume

    * Gestaltung und Ausstattung der Räumlichkeiten verbessern

  6. Gesundes Aufwachsen

    * Förderung der kindlichen Entwicklung, Gesundheit, Ernährung und Bewegung

  7. Sprachliche Bildung

    * Sprachförderung

  8. Starke Kindertagespflege

    * Stärkung der Tagespflegepersonen durch Qualifizierungen und verlässlichen Vertretungsregelungen

  9. Netzwerke für mehr Qualitätsentwicklung

    *intensive Zusammenarbeit der Länder und Träger der öffentlichen und freien Jugendhilfe

  10. Vielfältige pädagogische Arbeit

    * Kinderschutz und Kinderförderung stehen im Vordergrund

 

Durch die Verbesserung dieser Handlungsfelder haben alle Kinder ab sofort die gleichen Ausgangschancen. Aber auch die Eltern werden bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützt.

Beispielsweisen können Familien mit geringem Einkommen finanziell entlastet werden, da sie nun die Betreuungsplätze nicht mehr bezahlen müssen. Weitere Maßnahmen für die Gebührenentlastung ist die soziale Staffelung bei den Elternbeiträgen.

 

Das Gute-Kita-Gesetz sorgt für bessere Arbeitsbedingungen für Erzieher/innen sowie für Tagesväter und Tagesmütter. Somit ist gegeben, dass das Wissen und Können der Fachkräfte besser eingesetzt werden.

 

Jedes Bundesland kann das bereitgestellte Geld so nutzen, dass es für sich und seine Kitas gut aufgeteilt wird. Daber ist das Ziel der Qualitätsentwicklung zum Einen nicht bundeseinheitlich, zum Anderen wird es nicht 100%ig umgesetzt werden können. 

 

Einige der Bundesländer investieren die bereitgestellten Gelder, damit die Betreuung beitragsfrei wird, andere wiederum in die Qualität ihrer Einrichtung, angefangen in den Räumlichkeiten über Qualifizierungen ihrer Mitarbeiter und Leitung bis hin zu einem besseren Betreuungsschlüssel.

Allerdings bringt es nichts, nur die vorhandenen Fachkräfte zu fördern oder die Kitas auszustatten, wenn es an Erzieher/innen mangelt, um einen besseren Betreuungsschlüssel gewährleisten zu können und damit eine qualitativ gute Arbeit leisten zu können.

Unser Meinung nach sollten die Gelder auch dafür eingesetzt werden, einen Anreiz und eine Motivation zu schaffen den Beruf eines/r Erzieher/in zu erlernen.

 

 

Quellen:

 

www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/familie/kinderbetreuung/das-gute-kita-gesetz/128214

 

www.cdu.de/gute-kita-gesetz 181112-gute-kita-gesetz-faq.pdf

 

www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/So-setzen-die-Bundeslaender-das-Gute-Kita-Gesetz-um