Praktikumsbeginn – die erste Woche im Praktikum

(Ein Bericht von: Leslie-Ann Klawon und Benina Grupe)

 

Nach vier Monaten im Homeschooling sind wir nun endlich in unser Praktikum gestartet. In der FSP Unterstufe findet das Praktikum normalerweise im Jugendbereich oder im Bereich der Arbeit mit Menschen mit Einschränkungen statt, da die Ausbildung der Erzieher/innen viele Arbeitsfelder mit sich bringt, die wir kennenlernen sollen. Aufgrund der Corona-Pandemie haben aber leider nicht alle Jugendeinrichtungen geöffnet, nur wenige Kinder oder nehmen in dieser Zeit keine Praktikanten/innen an. Deshalb haben wir die Flexibilität bekommen auch im Krippen- oder Elementarbereich unser diesjähriges Praktikum durchführen zu können. Die Bedingung hierbei ist allerdings, dass wir unser Praktikum im nächsten Jahr, also auch unsere Abschlussprüfung, im Jugendbereich absolvieren müssen.  Dennoch haben sich einige Schüler/innen für eine Krippen- oder Elementargruppe entschieden, da sie sonst keinen Praktikumsplatz bekommen hätten.

 

Der Praktikumszeitraum war ursprünglich vom 18.01.- 25.03.2021 vorgesehen. Auch hier wurde auf Grund der Corona-Pandemie das Praktikum der aktuellen Situation angepasst und auf den Zeitraum vom 26.04. – 08.07.2021 verschoben. 

Wie werden in dieser Zeit zwei Lehrerbesuche haben, bei denen wir jeweils ein Angebot durchführen, welches bewertet wird. Im diesjährigen Praktikum spielt die Medienpädagogik eine Rolle, denn in diesem Bereich sollen wir uns ausprobieren. Dafür sollen wir ein mediengestütztes Angebot durchführen, bei dem wir uns aussuchen können, ob es in einem der beiden Lehrerbesuche vonstattengeht oder im normalen Alltag der Kinder und Jugendlichen stattfindet. Pflicht ist aber in beiden Fällen eine Ausarbeitung zu dem mediengestützten Angebot zu verfassen.

 

Durch die aktuelle Situation haben viele Schüler/innen bedenken in das Praktikum zu starten, da das Infektionsrisiko somit deutlich höher ist. Viele von uns haben zwar schon die erste Impfung erhalten dennoch fehlt nach wie vor die zweite Impfdosis, die uns den bestmöglichen Schutz bietet. Dafür stehen die Termine zwar schon fest, allerdings sind diese erst zwischen Ende Mai und Mitte-Ende Juni. 

Wir freuen uns alle sehr auf das Praktikum und sind gespannt auf die neuen Erfahrungen, die wir sammeln werden. Dennoch machen es die Umstände nicht leicht ein erfolgsversprechendes Praktikum durchzuführen. Einige Schüler/innen arbeiten in ihren Einrichtungen gelegentlich nur mit 2-3 Kindern. Dazu kommt in den Jugendfreizeiteinrichtungen auch noch die Ungewissheit welche und wie viele Kinder und Jugendliche überhaupt an Angeboten teilnehmen. Diese Gewissheit hat man in den Einrichtungen natürlich nie zu 100%, dennoch sind die Besucherzahlen Corona-bedingt weit unter dem Durchschnitt. 

 

Wir hoffen aber, dass wir alle trotz der äußeren Umstände ein lehrreiches und erfolgreiches Praktikum durchführen können. Bei den abzuleistenden Stunden müssen wir uns erst einmal weniger Sorgen machen, da diese aufgrund der Pandemie flexibel gehalten werden. Dies betrifft vor allem Krankheitsfälle oder auch Quarantänefälle. 

 

Im Anschluss möchten wir noch einen Einblick in unsere erste Praktikumswoche geben:

 

Leslie-Ann K.; Offene Ganztagsschule Harburger Straße, Buxtehude:

 

Zuvor hatte ich ein wenig bedenken, dass aufgrund der Notbetreuung, die ja kurzfristig eingeleitet wurde, zu wenig Kinder an meinem Standort sein werden, um mein Praktikum vernünftig zu absolvieren. Da ich mich dann aber eine Woche vor Beginn mit meiner Anleiterin Frau Preuß (Leitung der OGS) zu einem kurzen Gespräch getroffen habe, konnte sie mir meine Angst schnell nehmen.

Sie erklärte mir, dass aufgrund der Situation natürlich viel weniger Kinder in der Nachmittagsbetreuung wären, aber dennoch genug um tolle Projekte zu starten. Sie sagte mir, dass ich das Positive aus der Situation ziehen könne und das wäre gezielt Angebote zu planen und genug Zeit und Raum für jedes Kind zu haben. Und bei Problemen stände sie mir immer zur Seite und hätte ein offenes Ohr.

Also ging ich nun mit einem sehr guten Gefühl ins Praktikum. In der ersten Woche wurde ich herzlich von den Kindern und Kollegen/Kolleginnen aufgenommen. Die gesamte Schule wurde mir gezeigt und der situationsbedingte Tagesablauf erklärt. Die Kinder waren sehr offen und haben mich gleich in ihre Gruppe integriert. Ich arbeite nun mit Kindern im Alter von 7-9 Jahren zusammen, das entspricht der 1. und 2. Klasse. Man merkt deutlich den Unterschied zwischen dem Elementarbereich und der Grundschule anhand der Entwicklung und des Verhaltens. Ich war erstaunt wie viel die Kinder an Wissen aus der Schule mitnehmen und wiedergeben können. Bis jetzt macht mir das Praktikum große Freude, denn ich finde es spannend sich Angebote zu überlegen, die für die Kinder altersentsprechend sind und dass ich sie auch in jeder unserer Entscheidungen mit einbeziehen kann, da ihr Entwicklungsstand es zulässt. Ich bin weiterhin gespannt wie das Praktikum für mich verläuft und hoffe, dass ich mich persönlich weiter entwickle und einige Praxiserfahrungen aus der Zeit im Praktikum mitnehmen kann.

 

Benina G.; Krippe „Kleine Kraniche“, Dollern:

 

Bei meiner Praktikumswahl habe ich mich für die Krippe entschieden, in der ich auch durch das Förderprogramm des Landkreises in den Ferien arbeite. Ich kannte also meine Kolleginnen schon und auch einige Kinder. Dennoch habe ich mich zuvor sehr unsicher gefühlt, da ich in den Ferien nur für ein paar Tage in der Einrichtung war und ich somit kaum die Möglichkeit hatte mich einzufinden und mich an den Tagesablauf meiner Gruppe zu gewöhnen. 

An meinem ersten Praktikumstag hat es sich für mich angefühlt, als hätte sich in meinem Kopf ein Schalter umgelegt. Ich bin direkt am ersten Tag mit meiner Anleiterin in den Austausch gegangen, um die anstehenden Wochen und Angebote zu planen. Schon im Voraus habe ich einige Angebotsideen geplant und diese meinen Kolleginnen mitgeteilt. Diese kann ich selbstständig durchführen oder auch wir gemeinsam als Team. 

Des Weiteren hat sie mir zugesichert, dass sie mich bei dem Planen meiner Angebote so gut es geht unterstützen wird. Auch für das  durchzuführende Medienangebot haben wir erste Ideen gesammelt, da ich noch sehr ratlos war was die Durchführung in der Krippe angeht. 

Diese Unterstützung und der herzliche Empfang haben mir in dieser Woche sehr viel Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein gegeben. Ich hatte schon nach den ersten beiden Tagen das Gefühl, dass ich angekommen bin und konnte mich sehr gut in den Gruppenalltag integrieren und natürlich auch eine gute Unterstützung für meine Kolleginnen sein. 

Dennoch stresst mich der Gedanke, dass ich im nächsten Jahr meine Abschlussprüfung im Jugendbereich durchführen muss ein wenig. In diesem Bereich konnte ich nur während der Tagespraxis erste Erfahrungen sammeln aber auch schon feststellen, dass ich mich im Krippen- oder Elementarbereich deutlich wohler fühle. Allerdings kann ich mir auch gut vorstellen, dass das eigene Wohlbefinden stark davon abhängt in welcher Jugendeinrichtung man tätig ist und wie aktiv und offen die Kinder und Jugendlichen für Angebote sind. 

Aktuell blicke ich aber erst einmal positiv auf die kommenden Praktikumswochen in der Krippe und denke, dass meine gewählte Einrichtung für mich ein Ort sein wird, an dem ich mich weiterentwickeln kann. Ich habe den Anspruch an mich selbst, dass ich meine Stärken ausbauen kann, neue dazugewinne und an meinen Schwächen arbeite. 

 

Bild: Viviane Lemme

OLA Ernährung – erster Schultag nach 3 Monaten

(Ein Bericht von: Emily Stroh und Viviane Lemme)

Während des Homeschoolings startete unser optionales Lernangebot aus dem zweiten Halbjahr. Einige der FSP Schüler/innen haben sich für das „OLA“ Ernährung entschieden. Jeden Freitag wurden Aufgaben gestellt, die wir online bearbeitet haben. Unter anderem haben wir einen Speiseplan erstellt und uns mit den Vor- und Nachteilen von regionalen Lebensmitteln beschäftigt. Diese wurden von unserer Lehrerin Frau Dallmann korrigiert und bewertet. Dabei trat allerdings eine Schwierigkeit auf. Unsere Mitschüler in dem Kurs kannten wir teilweise nicht, da alle Klassen der FSP für die optionalen Lernangebote gemischt werden. Auch Frau Dallmann war nicht jedem bekannt. Daher hatten wir kein Gesicht zu unseren Mitschülern und wussten nicht, von wem die Aufgaben gestellt und korrigiert wurden. 

Am Freitag, den 26.03.2021, war der OLA-Blocktag geplant. Dieser Unterricht fand von der ersten bis zur achten Stunde im Präsenzunterricht statt. Unser Kurs wurde dafür geteilt. Die Oberstufe war von der ersten bis zur vierten Stunde, die Unterstufe von der fünften bis zur achten Stunde anwesend. Für die meisten von uns war dies der erste Schultag nach über drei Monaten. 

Vor Beginn des OLA-Blocktages haben wir uns gefragt, wie der Unterricht gestaltet wird. Die optionalen Lernangebote sind mit viel Praxis und Aktivität verbunden. Unsere Bedenken waren, dass wir in der Küche viel Abstand zueinander halten müssen und dennoch gemeinsam kochen sollen. Auch haben wir uns gefragt, wie es umgesetzt werden kann, dass die Zutaten und Materialen, die von den Schülern genutzt werden, nicht weitergegeben werden, bevor sie gereinigt wurden. 

Als wir im Unterrichtsraum ankamen, haben wir uns zuerst die Hände gewaschen und uns mit Abstand an die Tische gesetzt. Wir haben viele theoretische Inhalte aus den letzten Wochen wiederholt und vertieft. Anschließend hat Frau Dallmann uns vorgestellt, welche Gerichte heute gekocht werden. Es sollte eine Gemüselasagne und Hähnchenfilet mit Ofengemüse geben. Als Nachtisch waren Osterhasen aus Quark-Öl-Teig geplant. Wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Die Gruppen bestanden aus drei und vier Schülern, die jeweils ein Gericht zubereiten sollten. In den Gruppen wurden die Aufgaben untereinander aufgeteilt. Dazu zählten unter anderem der Abwasch und das Decken der Tische. Da dies die erste Stunde mit Praxisanteil war, hat Frau Dallmann uns die Küche gezeigt und erklärt, wo wir die verschiedenen Materialien finden. 

Als wir anfingen zu kochen, wurde uns schnell klar, dass der Abstand zu den Mitschülern schwer eingehalten werden kann, da gemeinsame Aufgaben erledigt werden müssen. Jede Gruppe hat sich einen Platz zum Vorbereiten der Speisen geteilt. Dort standen wir uns gegenüber, sodass wir etwas Abstand halten konnten. Während des gesamten Unterrichts haben wir unsere Masken getragen. Schwierig war es, die Utensilien der Mitschüler nicht zu berühren. Dies wurde schnell vergessen, weil wir in unserem Arbeitsprozess waren. 

Nach dem Kochen haben wir gemeinsam gegessen. Dabei haben wir auf den Sicherheitsabstand geachtet, damit wir die Maske absetzen konnten. Die Tische wurden mit viel Abstand in einen Kreis gestellt. Beim Essen haben wir uns über verschiedene Themen unterhalten. Dabei wurde uns bewusst, dass es sehr schön war, nach langer Zeit wieder in der Schule zu sein und sich mit den Mitschülern zu unterhalten. Dadurch, dass wir nur wenige Schüler/innen waren, sind wir mit der Zeit gut ausgekommen.

Wir freuen uns bereits auf den nächsten Schultag im Präsenzunterricht.

 

Bild: Alina Cohrs

Nachhaltigkeit mit Kindern – Passt das? 

(ein Bericht von Alina Cohrs)

Um zum einen mal ein anderes Thema als die Covid-19 Pandemie zu behandeln, zum anderen aber auch, um auf ein wichtiges Thema aufmerksam zu machen, haben wir uns entschieden in unserem Artikel “Bildung für nachhaltige Entwicklung” (kurz BNE) zu behandeln. 

Was ist BNE überhaupt? BNE zielt darauf ab, die Menschen in die Lage zu versetzen, nachhaltig zu denken, zu handeln und Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Dazu gehört es unter anderem auch, abzuschätzen, inwieweit das eigene Handeln Auswirkungen auf die Natur, zukünftige Generationen oder das Leben in anderen Regionen der Erde hat. Die Menschen sollen durch BNE also dazu befähigt werden, sich an einer gerechten Zukunft zu beteiligen. Aber warum ist das Thema so wichtig und wieso behandeln wir es in der Ausbildung zum/zur Erzieher:in? 

Das Thema spielt seit mehreren Jahren eine große Rolle in den Medien. Die Auswirkungen des Klimawandels und der Umweltverschmutzung werden immer deutlicher. Wir kennen wahrscheinlich alle die Bilder der verschmutzen Strände und Meere und die der schmelzenden Eisberge. Dies alles sind Auswirkungen unseres Handelns.

Und auch, wenn viele der Meinung sind, Kinder in Kindertagesstätten wären “zu jung” oder die Thematik sei “zu komplex”, lernen wir in der Ausbildung, genau dieses Thema auch in der Kita zu behandeln. Aber wieso sollte dieses Thema auch in der Kita aufgegriffen werden? Zum einen wird dadurch natürlich die Grundlage für ihre Zukunft gelegt. Indem sie bereits im frühen Alter Wissen über dieses Thema erlangen, wird es ihnen auch leichter fallen, im späteren Alter nachhaltig zu handeln. Zum anderen haben die Kinder so die Möglichkeit, sich mit Fragen auseinanderzusetzen. Kitas sollen den Kindern einen Zugang zur Welt ermöglichen und die Kinder sollen die Möglichkeit bekommen, Fragen zu für sie interessante Themen zu stellen. Die Kinder begegnen diesem Thema in den Nachrichten oder im Radio tagtäglich. Was passiert aber, wenn man ihnen verwehrt, auf diese Fragen eine Antwort zu finden? Die Kinder merken, dass ihre Fragen nicht erwünscht sind und fühlen sich dadurch verunsichert. Umso wichtiger ist es also, gemeinsam mit den Kindern ihre Fragen aufzugreifen und zu beantworten. Wir als pädagogische Fachkräfte sollten hier für die Kinder also einen Dialogpartner darstellen und offen ihren Fragen gegenüber entgegentreten. Um dies zu ermöglichen, müssen die Themen natürlich wie immer interessen- und lebensweltorientiert aufbereitet werden und an ihren jeweiligen Entwicklungsstand angepasst werden. Selbstverständlich sind wir als Fachkräfte, wie in allen anderen Bereichen auch, ein Vorbild für die Kinder. Wir wollen euch mit diesem Beitrag also auch dazu anregen, euer eigenes Verhalten zu hinterfragen und zu reflektieren. Für euch, für die Kinder und für die Umwelt.  

Wie kann man Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Kita gestalten? Wie bereits erwähnt, ist es natürlich wichtig, dass man den Fragen der Kinder gegenüber offen ist. Unter anderem kann man Nachhaltigkeit in einem Projekt aufgreifen und so gemeinsam mit den Kindern Antworten auf ihre Fragen finden. Die Kinder haben so die Möglichkeit, sich über einen längeren Zeitraum mit ihren Fragen zu erfassen. Wichtig ist es, die Kinder immer miteinzubeziehen: Ihre Interessen und Fragen stehen im Mittelpunkt, aus dem Grund sollten sie auch mitbestimmen können, wie das Thema aufgegriffen werden soll.  

Für diesen Themenbereich eignet es sich besonders gut gemeinsam mit den Kindern zu Entdecken und zu Forschen. Die Kinder haben so die Möglichkeit ihre Umwelt zu entdecken und gegebenenfalls Fragen zu stellen. Daraus kann sich ergeben, dass eine Fragestellung im Mittelpunkt steht und die Kinder dieser Fragestellung genauer nachgehen möchten, zum Beispiel durch Experimente. 

 

Insgesamt kann man also sagen: Auch wenn viele heutzutage genervt von der angesprochenen Thematik sind, bleibt es weiter ein wichtiges Thema und eine Problematik, die uns alle, ob kleine Kinder oder Erwachsene, betrifft.  

 

Informationen aus der Lernsituation 3.3.2 Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Praxis mitgestalten

Bild: pexels

ErzieherInnen früher impfen?

(ein Bericht von Annsophie Lehmann und Denise Kluth)

 

Für diesen Beitrag haben wir uns überlegt, auf die aktuelle Impfsituation für ErzieherInnen einzugehen. Wir möchten mit diesem Beitrag nicht polarisieren und sind uns bewusst, dass die Meinungen zu diesem Thema stark auseinander gehen. Dieser Beitrag soll euch lediglich einen Einblick in die aktuelle Situation, inklusive der Pro- und Contra- Argumente, geben. Diese Thematik betrifft nicht nur ErzieherInnen, doch wir werden uns im Folgenden nur auf ErzieherInnen beziehen. Wir werden im Folgenden Informationen bis zum 26.02.2021 verarbeiten. Mögliche nachfolgende Aktualisierungen sind nicht mehr eingeflossen.

 

Momentan beginnen die ersten KiTa`s und Schulen langsam ihre Tore wieder für mehr Kinder und Schüler zu öffnen. Durch die Öffnung steigt auch das Infektionsrisiko für das Personal. Bis zum 23.02.2021 waren ErzieherInnen in der Impfpriorisierung noch in der dritten Gruppe, also der erhöhten Priorisierung. (vgl. Zweites Deutsches Fernsehen, 22.02.2021)

Aufgrund der Systemrelevanz von Kitas und Schulen und dem gestiegenen Infektionsrisiko der Fachkräfte, sind ErzieherInnen nun seit dem 24.02.2021 eine Gruppe in der Impfreihenfolge aufgestiegen. Dadurch befinden sie sich nun in der Gruppe mit einer hohen Priorität. (vgl. Bundesministerium für Gesundheit, 26.02.2021)

Dadurch befinden sich ErzieherInnen in der Priorisierung nun über Menschen mit angegriffenem Immunsystem, beispielsweise kurz nach einer Chemotherapie oder durch andere Autoimmunkrankheiten, und Menschen mit Herzinsuffizienz. (vgl. Zweites Deutsches Fernsehen, 22.02.2021)

 

Zu den Pro-Argumenten der Änderung der Impfreihenfolge zählt die, von Franziska Giffey (Bundesfamilienministerin) angesprochene, Systemrelevanz der Kitas und Schulen. Daraus resultiert ihr zufolge auch die Notwendigkeit einer schnelleren Impfung des pädagogischen Personals in den Einrichtungen. Auch Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sieht in den Impfungen für ErzieherInnen und LehrerInnen eine Möglichkeit für eine schnellere Rückkehr der Kinder in die Schulen und KiTa`s. Eine wichtige Tatsache ist auch, dass viele Astrazeneca- Impfdosen übrigbleiben, weil die Impftermine sausen gelassen werden. Diese Impfdosen sollen für die ErzieherInnen genutzt werden. (vgl. Zweites Deutsches Fernsehen, 22.02.2021)

Ein häufig genanntes Argument ist auch, dass Momentan das Recht auf Bildung durch die Schulschließungen nur eingeschränkt gewährt wird. Die deutschlandweite Öffnung von Kitas und Schulen erhöht außerdem das Risiko für ErzieherInnen und deren Angehörige sich zu infizieren. Deswegen soll die vorzeitige Impfung das Risiko senken. (vgl. Tagesschau, 20.02.2021)

 

Gegen die Entscheidung ErzieherInnen in der Impfreihenfolge vorzurücken spricht, dass die ständige Impfkommission bei ihrer eigentlichen Empfehlung der Priorität von ErzieherInnen bleibt. Grund dafür ist, dass bei der Priorisierung nicht das Risiko zu erkranken, sondern das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf entscheidend ist. Aufgrund der neuen Priorisierung müssen außerdem nun Risikopatienten länger auf ihre Impfung warten. (vgl. Zweites Deutsches Fernsehen, 22.02.2021)

Dies bedeutet auch, dass aufgrund der neuen Priorität von ErzieherInnen, vielleicht einige Impfungen nicht mehr rechtzeitig bei den Risikopatienten ankommen könnten.

 

Abschließend lässt sich festhalten, dass es viel Gutes an der Möglichkeit für Erzieherinnen und Lehrerinnen, sich früher impfen zu lassen, gibt. Dennoch hat es einen Preis. Unsere Absicht in diesem Beitrag ist es nicht, ein Urteil zu fällen, sondern einen Überblick über die Entwicklungen der Impfungsmöglichkeit zu geben. Über diese Thematik scheiden sich die Meinungen sehr schnell und sehr stark. Darum möchten wir euch bitten euch eure eigene Meinung zu bilden und andere Meinungen dazu nicht zu verurteilen.

 

 

Literaturverzeichnis

 

Bundesministerium für Gesundheit. Werden Lehrerinnen und Lehrer und Erzieherinnen und Erzieher nun früher geimpft? Februar 2021. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus/faq-covid-19-impfung.html#c20577 (Zugriff am 25. Februar 2021).

 

Tagesschau. Baldige Impfung rückt näher . 20. Februar 2021. https://www.tagesschau.de/inland/corona-impfung-grundschule-kita-101.html (Zugriff am 23. Februar 2021).

 

Zweites Deutsches Fernsehen. Debatte über Impfreihenfolge - Lehrer früher impfen? Es gibt auch Kritik. 22. Februar 2021. https://www.zdf.de/nachrichten/politik/corona-impfung-reihenfolge-lehrer-erzieher-100.html (Zugriff am 23. Februar 2021).

 

Foto: Jan Schäfer

Tagesablauf während der Zeit im Homeschooling

 

Seit drei Monaten sind wir mittlerweile schon im Distanzlernen oder eher bekannt unter „Homeschooling“. Sowohl das schulische Lernen als auch unser Alltag ist geprägt von Einschränkungen. Treffen mit der Freundesgruppe, das Besuchen des Lieblingsrestaurants oder des Kinos- alles in der derzeitigen Situation nicht möglich.

 

Ein Großteil unseres Lebens spielt sich derzeit Zuhause ab. Man geht höchstens zum Einkaufen oder spazieren gehen raus. Doch wie findet man einen geregelten Tagesablauf, wenn man sonst keine weiteren Verpflichtungen hat? Das Hauptproblem, was mit Sicherheit viele haben, ist das späte zu Bett gehen abends. Häufig bleibt man noch länger wach, um die Lieblingsserie weiterzugucken, weil man am nächsten Morgen ja „eh nicht zur Schule muss“. Aber es stehen Videokonferenzen an- und so sitzt man dann völlig

übermüdet in dieser.

 

In so einer Zeit ist es wichtig, sich trotzdem eine gewisse Routine zu schaffen. Einen geregelten Tagesablauf, dem man folgen kann, damit man eben nicht wieder total müde vor der Kamera sitzt. Ich habe es geschafft, mir selbst einen Tagesablauf zu gestalten, dem ich ohne Probleme folgen kann. Seit dieser Routine erledige ich meine Aufgaben gewissenhafter, arbeite strukturierter und bin allgemein einfach motivierter.

Morgens wenn mein Wecker klingelt, gehe ich zunächst einmal ins Bad, um mir mein Gesicht mit kaltem Wasser zu waschen. Das hilft mir dabei, deutlich wacher und konzentrierter in den Tag zu starten. Anschließend trinke ich einen großen Schluck Wasser und lüfte mein Zimmer. Im Laufe des Tages achte ich darauf, genügend Wasser zu trinken und zwischendurch regelmäßig das Fenster zu öffnen. Meistens esse ich noch einen kleinen Snack, wie zum Beispiel eine Banane. Dann startet meist schon die erste Videokonferenz oder Gruppenarbeit. Im Anschluss daran, bietet sich eine Bewegungspause an. Es ist wichtig seinen Körper ausreichend zu bewegen, wenn man davor die ganze Zeit gesessen hat. Was ihr in dieser Pause macht, bleibt euch überlassen. Ich gehe gerne spazieren oder mache eine kleine Fahrradtour. Schon 15-20 Minuten reichen aus, damit ihr euch danach erholter und frischer fühlt. Sowohl der Körper als auch der Geist holt sich durch die frische Luft die Energie, die er benötigt, um effektiv weiterzuarbeiten. Nach dieser Pause geht es meist mit Videokonferenzen oder Hausaufgaben weiter. Hierbei ist es wichtig, sich immer aufzuschreiben, wann welche Aufgaben abgegeben werden müssen. So behält man ganz einfach den Überblick und verfällt nicht unnötig in Stress. (Ich schreibe die wichtigsten Sachen auf einen Tagesablaufplan, den ich euch unten, am Ende des Beitrages, verlinken werde).

 

Außerdem sollte man darauf achten, dass die Arbeitsumgebung immer aufgeräumt ist und auch der Schreibtisch nicht zu vollgepackt ist. Meistens räume ich nach meinen Hausaufgaben alles weg, was ich nicht mehr benötige. So kann ich am besten in den nächsten Tag starten ohne noch großartig aufräumen zu müssen. Dann stelle ich mir noch meinen Wecker für den nächsten Tag und achte darauf, dass ich morgens etwas mehr Zeit habe, um meine Routine auszuführen. So verhindere ich, dass ich morgens bereits unter Zeitdruck stehe und gestresst in den Tag starte.

Zudem ist es wichtig, auch eine Abendroutine einzuführen. Man sollte zum Beispiel immer ungefähr zur gleichen Zeit ins Bett gehen und den Fernseher ausmachen. Wenn man diese Routine drinnen hat, kommt man morgens leichter aus dem Bett.

Trotz der gesamten „Homeschooling- Situation“ ist es mit einer gewissen Routine möglich, das Beste daraus zu machen. Ich hoffe, dass meine Routine euch dabei helfen wird, eure eigene persönliche Routine zu finden.

 

Ein Bericht von Charlina Vagts, Michelle Knuth und Jan Schäfer

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Buch-Tipps

 

… für alle SchülerInnen, LehrerInnen und Interessierte…

 

 

Da wir alle mal etwas Abwechslung haben wollen, möchte ich – sagen wir mal: KEINEN Bezug zu aktuellen gesundheitlichen Themen nehmen!

Foto: Angela Schulze

 

Nun sitzen wir alle vornehmlich zuhause, reichlich viel vor dem Bildschirmen von diversen elektronischen Geräten und brauchen wie erwähnt mal etwas Abwechslung für unsere müden Augen! Wie es wäre da mit etwas bildender Lektüre?!
Ich liebe Bücher und Papier unter den Fingern und finde sie sehr viel besser, als eine Tastatur!

Außerdem spricht noch für Bücher dass sie sehr dekorativ das Regal füllen, Besucher mit Titeln beeindrucken und Anknüpfungspunkte bei ersten Dates liefern können. Wer will da keine Bücher im eigenen Zuhause?! Dann sollten wir unbedingt den lokalen Handel stützen... Also sucht die Telefonnummer der örtlichen Buchhandlung Eures Vertrauens und ruft dort an. Mittlerweile gibt es ja nicht nur Abholmöglichkeiten, sondern auch Lieferservices. Besonders aber kann ich euch nur empfehlen, das Wissen der BuchhändlerInnen zu nutzen, dass mit Sicherheit oftmals besser ist, als Stichworte in einer Suchmaschine. Zum Beispiel ist die Inhaberin der ältesten Buchhandlung in Stade ein wandelndes Lexikon was wunderschön illustrierte Kinderbücher angeht….

 

Ich möchte euch jedenfalls Lust machen wieder mal Bücher – es müssen ja nicht nur Fachbücher sein – zur Hand zu nehmen.

 

Meine zur Zeit aktuellsten Favoriten:

  • „ Die 44 besten Projektideen für die Jugendarbeit“ von Nicole Kern
    aus der Praxis – für die Praxis
  • „Pädagogische Grenzsituationen in der KiTa meistern“ von Gogolin/Georgi/et. al.
    Einschätzen, verstehen , professionell reagieren und gelassen bleiben
  • „Handbuch Bewegungserziehung“ von Dr. Renate Zimmer
    theoretische Grundlagen und praktische Umsetzung

 

HIER findet ihr eine Liste mit einigen Tipps für Fachbücher, die ihr sehr gern nutzen, aber auch erweitern könnt. Vielleicht findet ihr etwas für die nächste Ausarbeitung oder Planung die geschrieben werden soll. Vielleicht hattet ihr gerade eine Ausarbeitung, bei der ihr Quellen gefunden habt die wertvoll sind. Wenn wir teilen haben alle einen Gewinn!
Dies soll auch explizit ein Aufruf an alle Lehrkräfte sein: was für Schätze stehen in Ihren Regalen, die Sie mit uns teilen können?

 

Ich freue mich über zahlreiche Nutzer.

 

Viel Spaß wünscht euch,
Angela Schulze – FSP20A

 

Leistungsnachweise/ Klausurersatzleistungen als Gruppenarbeiten im Home-Schooling – geht das gut?

 

- Ein persönlicher Erfahrungsbericht von J. Trumpa

Wir haben inzwischen Anfang Februar und das Home-Schooling wurde voraussichtlich bis Mitte eventuell aber auch bis Ende Februar verlängert. Da unser Praktikumsblock nun auf den letzten Teil des Schuljahres gelegt wurde, benötigen die Lehrer für die verschiedenen Lerneinheiten, die derzeit noch laufen Noten, um dann die nächsten Lerneinheiten bis Ende April anschließend ebenfalls bewerten zu können.

 

Um für die schriftliche Note benotet werden zu können, brauchen die Lehrkräfte sogenannte Leistungsnachweise oder aber auch Klausurersatzleistungen. Diese werden derzeit vermehrt als Gruppenarbeiten bzw. Partnerarbeiten abgeleistet. Das bedeutet, dass eine abgegebene Leistung für alle Beteiligte gilt. Das kann Vorteile, aber auch Nachteile mit sich bringen.

 
Für mich persönlich ist es sowohl ein Vorteil als auch ein Nachteil. Ich finde Gruppenarbeiten gut, da wir uns die Aufgaben aufteilen können, so eigentlich weniger Arbeit innerhalb eines Themas für einen           (Bild: Trumpa)
selber ansteht, und wir uns gegenseitig helfen können, wenn wir z.B. zeitliche Engpässe haben. Da aber zurzeit sehr viele Lehrkräfte auf diese Methode zurückgreifen, empfinde ich es auch als anstrengend und teilweise auch als Nachteil.

 

Einige Abgaben sind in einem kurzen Zeitraum und es müssen z.B. mehrere Leistungsnachweise gleichzeitig bearbeitet werden oder aber Hausaufgaben abgegeben werden.

Dafür wird eine gute Organisation benötigt. Dies gestaltet sich jedoch zuhause schwieriger als in der Schule, da die Gruppenmitglieder unterschiedliche Tagesabläufe haben. Sie haben z.B. Kinder zu Hause oder aber Termine z.B. anders gelegt. Neben den normalen Online-Konferenzen, kommen dann noch die Gruppenkonferenzen hinzu, um die Leistungsnachweise/ Klausurersatzleistungen zu besprechen und zu gestalten oder es wird per WhatsApp in einer Gruppe geklärt.

Im Home-Schooling hatte ich teilweise noch abends um halb 9 eine Online-Konferenz mit Gruppenmitgliedern, da dies zeitlich nicht anders geregelt werden konnte. An anderen Tagen musste ich meine für mich eingeplante Freizeit bzw. Erledigungen beenden, da andere nur dann konnten bzw. genau dann was von mir brauchten.

 

Gruppenarbeiten gestalten sich gelegentlich aber auch schwierig, weil die unterschiedlichen Persönlichkeiten eine andere Arbeitsreihenfolge haben. Einige sind sehr eifrig und wollen am liebsten am selben Tag, wenn sie die Aufgaben bekommen, diese fertig haben und fangen schon an daran zu arbeiten. Andere wiederum konzentrieren sich eher auf das, was als Nächstes ansteht und bearbeiten erstmal diese Aufgaben, weshalb sie noch keine Zeit für die neue Aufgabe haben. Dadurch kommt es dann irgendwann zu einem Konflikt, da manchmal das Gefühl entsteht, als würden dieselben Personen alles bereits für die Gruppe erledigen, obwohl die Anderen sich an der Ausführung der Aufgabe auch beteiligen und einbringen möchte.

 

Dies ist jedoch nur die Erfahrung aus meiner Sicht der letzten Wochen. Jeder Schüler hat seine individuellen Erfahrungen. Mir persönlich fehlt im Home-Schooling nur die klare Trennung zwischen Schulzeit und Freizeit. Ich habe teilweise das Gefühl, dass ich 24/7 für andere bezüglich Gruppenarbeiten oder anderen Schulsachen erreichbar und verfügbar sein muss, was mich mit der Zeit doch stärker belastet. Dennoch bin ich auch dankbar für die Gruppenarbeiten, da ich so den sozialen Kontakt zu den Klassenkameraden bei behalte und wir uns anhand unserer Stärken die zu erledigenden Aufgaben gut aufteilen können.

 

Mein Fazit zu der Frage, ob Leistungsnachweise/ Klausurersatzleistungen als Gruppenarbeiten im Home-Schooling gut gehen, ist folgendes: Ja es klappt, wenn alle aufeinander acht geben und
sich jeder mal dem Leben des Anderen aus der Gruppe anpasst.

Homeschooling: Vor- und Nachteile

Foto: Blachowski
Foto: Blachowski

Seit Frühjahr 2020 wird unser Leben durch das Virus Covid-19 begleitet. Das Ende der Pandemie ist noch nicht abzusehen, obwohl die Impfstoffe in Deutschland schon zugelassen sind. Der harte Lockdown dauert schon seit Wochen und für uns, die Schüler und Schülerinnen, heißt es: Homeschooling verlängert bis zum 14.02.2021.

Der Distanzunterricht dauert bis mindestens Ende Januar. Für uns ist es eine Herausforderung, die positive wie auch negative Aspekte mit sich bringt. 

Wir, die FSP-Unterstufe, erhalten jeden Tag neuen Lernstoff und Aufgaben von den Lehrern. Diese werden uns per E-Mail oder über die Lernplattform Moodle übersendet. Es passiert oft, dass die geforderten Aufgaben kompliziert oder gar nicht zu lösen sind, da die benötigte Theorie dazu nicht vollständig verstanden wird. Dies hängt von jedem Schüler:in oder Fach ab. Es wäre vorteilhaft, wenn die Lehrkräfte uns die neuen Lerninhalte erklären würden. Es ist kein wirksames Lernkonzept, uns die Texte oder Aufgaben einfach zuzuschicken. Bei Schwierigkeiten können wir uns selbstverständlich bei der entsprechenden Lehrkraft melden. Fragen und Antworten per E-Mail zu erhalten bringt weitere Verständnishürden mit sich, die durch direkte Gespräche vermeidbar wären. Außerdem können mehrere Stunden oder sogar Tage vergehen, bis eine Lehrkraft unsere E-Mail oder Nachricht bei Moodle beantwortet. Einige Lehrkräfte bieten uns Videokonferenzen an, bei denen sie uns das Lernmaterial vorstellen. Diese sind für uns sehr hilfreich, aber da die Videokonferenzen-Software oder Internetverbindung oft überlastet sind, ist es anstrengend, den Lehrern oder Mitschülern zu folgen. Da die Anforderungen je nach Lehrer:in unterschiedlich sind, bekommen wir an einigen Tagen weniger und an anderen mehrere Aufgaben. Somit fühlen wir uns manchmal überlastet. Doch die Tage, an denen wir wenige Schulaufgaben erledigen müssen, können wir frei gestalten. Wir können im individuellen Tempo lernen, da wir mehrere Stunden oder Tage haben, um die Schulaufgaben abzuarbeiten. Beispielsweise müssen sich einige Schüler:innen in der Schule beim Textlesen beeilen, da den größten Teil der Klasse oder Lehrer:in auf sie warten. Zu Hause haben wir diesen Druck überwiegend nicht. In der Schule lernen wir von- und miteinander und im Homeschooling können wir diese Möglichkeit nicht vollständig wahrnehmen. Selbstverständlich fehlt uns auch die Kommunikation untereinander und keine Videokonferenz oder Anruf über WhatsApp wird die ersetzen. Beim Lernen von Zuhause werden wir nicht selten von anderen Familienmitgliedern abgelenkt. Besonders für die Schüler:innen, die Kinder haben, kann Homeschooling anstrengend sein, da sie ihr Lernstoff aufarbeiten und den Kindern beim Lernen helfen müssen. Außerdem müssen die vorhandenen Medien zwischen Familienmitgliedern geteilt werden. Da wir während des Lockdowns die meiste Zeit zu Hause verbringen, kommt es zu Reibungen zwischen Eltern, Geschwistern oder unseren Partner:innen. Selbstverständlich genießen wir auch diese Zeit mit der Familie, da man im „normalen“ Alltag weniger Zeit zur Verfügung hat. 

Viele Schüler:innen finden auch positive Seiten am Homeschooling. Zu Hause können wir uns auf das Lernen besser konzentrieren, da wir von den Zwischengesprächen der Mitschüler nicht gestört werden. Nach unseren Erfahrungen sind die Schüler:innen, die gerne selbständig lernen, viel produktiver im Homeschooling als in der Schule. Wenn die Aufgaben für den Tag erledigt sind und keine weiteren Konferenzen bevorstehen, haben wir Zeit für uns. Wir können die Zeit frei einteilen: private Termine, joggen gehen oder kochen etc. Außerdem bleibt uns der Schul- und Heimweg erspart. Da wir weniger mit dem Auto oder ÖPNV fahren, sparen wir Fahrtkosten und tuen damit auch was Gutes für die Umwelt. Allgemein haben wir auch weniger Stress, da wir ausschlafen können und andere angespannte Situationen vermieden werden, z.B. Aufregung beim Autofahren oder Nervosität bei Klausuren. 

Bei einigen Unterrichtsfächern reicht es aus, wenn die Lehrkräfte uns die Texte und Aufgaben zuschicken, aber bei anderen wäre es am sinnvollsten, eine Videokonferenz anzubieten, um das Thema vorzustellen und mögliche Fragen zu besprechen. Wir wünschen uns, dass die Lehrkräfte nach unserer Meinung fragen würden, um den Digitalunterricht zusammen zu gestalten. 

Wir sind uns einig, dass das Distanzlernen nicht förderlicher ist als der Unterricht in der Schule. Doch wir ziehen es gemeinsam durch und versuchen, das positiv zu sehen und das Beste daraus zu machen. Achtet auf eure Mitschüler:innen und unterstützt einander! 

Info: Neues Datum für das Praktikum der FSP-Unterstufe

Nun ist es soweit, das neue Datum für das Praktikum der FSP-Unterstufe steht fest. Geplant ist der Start nun am 26.04.21 und enden wird es nach jetziger Planung kurz vor den Sommerferien. Wir hoffen, dass alle Schüler ihr Praktikum trotz der Verschiebung wie geplant antreten können und wünschen allen Schülern, die sich nun um einen neuen Praktikumsplatz bemühen müssen, viel Erfolg!

Interviews mit den Jugendzentren im Landkreis Stade zur Corona Situation 2020/2021

Eine Schülerin aus der FSP-Unterstufe hat Mitte Dezember Interviews über die aktuelle Corona-Situation mit den Jugendzentren „Alte Schlachthof“ in Stade und das „Freizeithaus“, „Rote Bude“ und „Unser Viertel“ in Buxtehude geführt. Es wurde z.B. über die Corona-Maßnahmen, Alternativen, Herausforderungen, Problemen, positive und negative Erfahrungen berichtet und gesprochen. Die Ergebnisse wurden in einer kurzen Ausarbeitung zusammengefasst und auch mit passenden Studien erweitert. 
Hier könnt ihr die Ausarbeitung nachlesen:

Download
Interview Jugendzentren im LK Stade.pdf
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Info: Schulstart im neuen Jahr

Am 11.01.2021 sind die Ferien zu Ende und wir starten in das neue Jahr... so war zumindest der Plan.

 

Die gegebenen Maßnahmen werden verlängert und verschärft, was nicht nur Einfluss auf unser gesellschaftliches Leben, die Wirtschaft und auch Kultur hat, sondern auch auf unsere Ausbildung. 

Statt wieder in die Schule zu gehen werden die FSP sowie SPA Klassen sich ins Distanzlernen begeben und vollständig von zu Hause aus lernen. Diese Maßnahme wird mindestens den gesamten Januar andauern.

 

Auch das Praktikum der FSP, welches am 18.01.2021 gestartet wäre, wird nicht wie geplant stattfinden können. In diesem Schuljahr findet ein Feldwechsel statt und wir haben uns alle gefreut, Erfahrungen in der Jugendarbeit sammeln zu können. Unter den derzeitigen Umständen ist dies aber nicht möglich, weshalb beschlossen wurde, das Praktikum nach hinten zu verschieben.

FSP-Filmfestival

Wie hier bereits berichtet wurde, befanden die beiden FSP Klassen sich in den letzten Wochen in der Bearbeitung eines Kurzfilmes im Rahmen des Medienpädagogikunterrichtes.

 

Es galt, in Kleingruppen einen Film zu erstellen - und zwar von Anfang bis Ende. So mussten die Gruppen sich nicht nur ein Drehbuch ausdenken, sondern auch in der Erstellung des Filmes vielfältige Methoden ausprobieren und zu guter Letzt auch den Film selbstständig schneiden.

 

Des Weiteren waren die Gruppen gezwungen, sich stets selbst zu reflektieren und aufkommende Probleme zu lösen. So stellte sich manchmal erst nach Drehschluss heraus, wenn irgendetwas nicht richtig durchdacht war oder gar vergessen wurde. 

Dies machte die Aufgabe zu einem stetigen Lernerlebnis, in welches sich jedes Gruppenmitglied mit seinen eigenen Kompetenzen einbringen musste.

 

Ganz oben stand im ganzen Prozess aber immer der Spaß, der dieses Projekt gebracht hat. Durch Ausprobieren konnte man seine persönlichen Kompetenzen erweitern und sich im Bereich der Medienpädagogik weiterentwickeln. Dies lässt uns mit einem guten Gefühl in unser Praktikum gehen, in welchem wir unsere Fähigkeiten anwenden und vertiefen werden.

 

Seinen Höhepunkt fand das Projekt "Filmdreh" dann am 18.12.2020 bei unserem Filmfestival, welches gemäß Corona-Maßnahmen online stattfinden musste. Herr Blanke lud unsere Filme auf Youtube hoch und wir bekamen die Möglichkeit, diese anzuschauen. Anschließend durften wir per E-Mail unsere persönlichen zwei Favoriten wählen.

 

Um unsere Arbeit nochmal abschließend zu reflektieren, bekam jede Kleingruppe die Chance in einer kurzen Videokonferenz mit Herrn Blanke darüber zu sprechen und sich Feedback einzuholen.

 

Nun aber zum wichtigen Teil: den Platzierungen!

 

3. Platz: "Der Autodieb 2.0" 

2. Platz: "Life @ BBS 2.0"

 

And the winner is.....

1. Platz "Der Klimawandel" 

 

Foto: Cohrs, Bartschat, List, Ewert
Foto: Cohrs, Bartschat, List, Ewert

Die Gruppe erstellte einen gelungenen Kurzfilm über ein Thema, das uns seit langer Zeit begleitet: den Klimawandel. Durch interessante Methoden wie einen Greenscreen und mit viel Humor, aber auch der notwendigen Ernsthaftigkeit brachte die Gruppe das Thema und seine Folgen auf den Punkt.

 

 

Hiermit erhielt sie die meisten Stimmen und holte sich wohlverdient den 1. Platz auf unserem Filmfestival.

🎬Vorbereitungen für unser Filmfestival🎬

Foto: List
Foto: List

Seit ein paar Wochen drehen wir, im Rahmen des Unterrichts, in Kleingruppen einen Film. Diese Aufgabe ist Bestandteil der FSP Ausbildung, damit wir unsere selbsterworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten in der Praxis mit Kindern und Jugendlichen anwenden und bestmöglich umsetzen können. Wir arbeiten zu selbstgewählten Themen, wobei wir vielfältige Methoden (wie zum Beispiel Green Screen) zum Drehen zur Verfügung haben. Unter Berücksichtigung der Hygienemaßnahmen, können wir unserer Kreativität freien Lauf lassen. Auch die Filmbearbeitung fällt in unseren Aufgabenbereich. Hierzu nutzen wir das Programm "Shotcut". Am letzten Tag vor den offiziellen Weihnachtsferien veranstalten wir online ein Filmfestival, wo alle selbstgedrehten Filme angeschaut werden. 

 

Bleibt gesund! ❄️🎄

Unser 🎁 für die Weihnachtstrucker ist gepackt!

Deins auch?

 

 

 

Fotos: List


🎁🚚 Weihnachtstrucker 2020 🚚🎁

Foto: Johanniter (Beim Klick auf das Foto wirst du direkt weiter geleitet)
Foto: Johanniter (Beim Klick auf das Foto wirst du direkt weiter geleitet)

Hast du schon etwas von der Aktion "Weihnachtstrucker 2020" gehört?

Die Johanniter setzen ein Zeichen für Nächstenliebe und Hoffnung, indem sie notleidende Menschen in Südosteuropa mit alltäglichen Gegenständen, wie Lebensmitteln, Zahnbürsten und Spielsachen für Kinder versorgen. 

In diesem Jahr ist es von noch größerer Bedeutung, die Betroffenen zu unterstützen und ihnen eine Freude zu bereiten. Wir sind besonders stolz, dass unsere Schule und wir ein Teil des Projektes sein dürfen. In vielen Klassen werden bereits fleißig die Kartons nach der vorgegebenen Packliste gefüllt und für den Transport vorbereitet. Du möchtest auch ein Teil davon sein? Noch bis zum 14. Dezember 2020 hast du die Chance, ein Paket zu packen und damit etwas Gutes zu tun.

 

Für mehr Infos und die Packliste schau doch einfach mal bei dieser Website vorbei:

https://www.johanniter-weihnachtstrucker.de/aktion/aktion-2020/

 

Die Johanniter sind per Telefon erreichbar unter: 0800 3311166

 

Spendenkonto 

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Stichwort: Weihnachtstrucker

 

BIC: BFSWDE33XXX

IBAN: DE89 3702 0500 0004 3030 >02

 

Wir wünschen euch eine schöne Vorweihnachtszeit! 🎅🏼

Jacky, Svenja und Franzi 

 

 

Ungewissheit - Tagespraxis in Coronazeiten

Foto: Bungarten
Foto: Bungarten

 

Die Corona Zahlen steigen weiter enorm. Die Angst vor einem erneuten Lockdown ist auch bei den Eltern und Schüler der vielzähligen Schulen und Kindertagesstätten groß. Nach den Herbstferien hat für die Schüler der Jobelmannschule trotz der aktuellen Situation die Tagespraxis begonnen. Dabei arbeiten die Schüler und Schülerinnen einmal in der Woche in Jugendzentren, im Landkreis Stade. Es gilt Erfahrungen und Kompetenzen für das bevorstehende Praktikum im Januar zu sammeln. Die Situationen in den Jugendzentren gestaltet sich daher sehr unterschiedlich. Wo manche Einrichtungen jeden Nachmittag von zahlreichen Kindern und Jugendlichen besucht werden, warten andere Einrichtungen seit einigen Wochen hoffnungsvoll auf Besucher. Das wirkt sich auch auf die Schüler der Tagespraxis mit gemischten Gefühlen aus. Wobei die einen von vielen Kindern umgeben sind und auch gut zu tun haben, natürlich immer unter Beachtung der aktuellen Hygiene-Vorschriften, sitzen andere Schüler ohne Kinder in der Einrichtung. Diese werden nämlich aufgrund der aktuellen Situation kaum bis gar nicht mehr besucht. Vielen Schülern und Schülerinnen stellt sich dabei die Frage, wie sie so die geplanten Erfahrungen sammeln sollen. Es bleibt also weiterhin eine Ungewissheit und ein Kampf gegen die Covid-19 Pandemie.

Kindeswohlgefährdung - Mit uns nicht!

"Corona - Wir lassen uns nicht unterkriegen!"

Hallo liebe Schülerinnen und Schüler der SPA und FSP!

 

Corona. Dieses Thema beschäftigt uns alle schon seit acht Monaten tagtäglich.

Die Einschränkungen können einem den letzten Nerv rauben und doch sind sie so wichtig. Wir sind gezwungen uns an die Richtlinien zu halten, denn der Inzidenzwert steigt noch immer drastisch.

Und deswegen brauchen wir Euch! In diesen Zeiten ist es wichtig zusammenzuhalten und nicht nur auf sich, sondern besonders auch auf seine Mitmenschen zu achten. Wir müssen Abstand halten, Masken tragen, Hände waschen und dann muss man auch noch versuchen stark zu bleiben. Das ist nicht immer einfach.

In diesem Zuge wollen wir eine Bewegung in Gang setzen, welche unter dem Motto läuft „Corona – Wir lassen uns nicht unterkriegen!“.

Es sollen Plakate entstehen auf denen wir zum einen auf die einzuhaltenden Richtlinien aufmerksam machen, sowie positive und bestärkende Sprüche stehen sollen. Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn sich alle Gedanken dazu machen und vielleicht sogar selber etwas erstellen, was wir auf den Fluren des Gebäudes aufhängen können.

Wenn Ihr Ideen, Vorschläge oder ein selbst gestaltetes Plakat habt, gebt dies bitte direkt an uns oder einen Sozialpädagogik Lehrer:in, welche/r dies an uns weiterleitet. Wir sind Nele, Alena und Hannah aus der FSP20B.

Lasst uns gemeinsam stark sein und einander Mut machen. In diesem Sinne bleibt gesund und wir freuen uns auf Eure Beiträge.

 

 

 

 

Kein gutes Gefühl - Schule in Zeiten von Corona

Foto: Wiesener
Foto: Wiesener

COVID-19 ist aus der Sommerpause erwacht und trifft uns diesmal früher als erwartet. Die Folge: Ein zweiter Lockdown. Die Zahlen der Infizierten steigen rasant. Und ein Gefühl der Hilflosigkeit macht sich vor allem an der Jobelmann-Schule breit. Die Angst sich mit dem Virus zu infizieren wächst und wächst. Die Schule, wie wir sie früher kannten, gibt es nicht mehr. Maskenpflicht und Hygienevorschriften stehen auf der Tagesordnung. Die Befürchtung die Maske auch während des Unterrichts zu tragen, soll sich nun schon bald bewahrheiten. Doch wie soll das funktionieren? Wie bewerten die Lehrkräfte die mündliche Beteiligung? Wie sollen die Schüler/innen den geforderten Leistungen gerecht werden? Viele Fragen bleiben unbeantwortet. Auch die Lehrkräfte können wenig Auskunft darüber geben, wie der Unterricht in Zukunft gestaltet werden kann, ohne dass Schüler/innen zum Einem benachteiligt werden oder aber ihnen das Gefühl der Unsicherheit genommen werden kann. Schüler/innen, die selbst Risikopatienten sind oder Angehörige haben die zur Risikogruppe gehören, haben die Möglichkeit einen Antrag zu stellen, der sie vom Präsenz-Unterricht befreit. Doch das Konzept des „Homeschoolings“ hat sich auch schon während des ersten Lockdowns nicht bewährt. Das liegt zum Einem an der Erreichbarkeit der Schüler/innen aber zum Teil auch an den Lehrkräften, die nur eine geringe Medienkompetenz mitbringen und sich selten bist gar nicht auf freiwilliger Basis mit dem Onlineportal „Moodle“ auseinandergesetzt haben.

 

Zur Zeit müssen sich die Schüler/innen der Fachschule Sozialpädagogik einer ganz besonderen Herausforderung stellen: Die Tagespraxis. Diese zählt zu den Unterrichtsinhalten der Unterstufe und ist somit eine Vorgabe von „höheren Instanzen“. Doch wer gewährleistet die Sicherheit der Schüler/innen, die während des anstehenden Lockdowns in die Praxis gehen? Das Aufeinandertreffen mit Jugendlichen und Kindern aus mehreren Haushalten ist ein hoher Risikofaktor, der nicht außer Acht gelassen werden darf. Natürlich ist es wichtig, dass die Jugendhäuser offen bleiben und die Jugendlichen und Kinder dieses Angebot wahrnehmen können. Aber ist es wirklich nötig, die Einrichtungen mit der Präsenz der Schüler/innen noch mehr zu gefährden, wenn auf diesen wöchentlichen Praxisbesuch verzichtet werden könnte? Ist es dann nicht an der Zeit über einen alternativen Unterrichtsinhalt nachzudenken? Und was kann getan werden, damit wir uns in Zukunft geschützter in den Einrichtungen fühlen?

 

Auch in Bezug auf das anstehende Praktikum, das Ende Januar beginnt, bereitet die Praxissuche schon vielen Schülern/innen Probleme. Die Auswahl der Plätze ist durch die akute Lage sehr begrenzt. Viele Einrichtungen vertrösten Bewerber oder sagen direkt ab, weil dort große Ungewissheit herrscht, die die Pandemie mit sich bringt.

 

Es ist schade, dass uns durch diesen Virus viele Erfahrungen in der Praxis genommen wurden und auch genommen werden und dass wir in Zukunft wohl noch öfter mit der persönlichen Sicherheit in dem Berufsfeld unter den gegebenen Bedingungen konfrontiert werden. Jedoch ist es auch wichtig ein Mitbestimmungsrecht zu haben und seine eigenen Grenzen klar zu definieren. Wir werden in der Gesellschaft als systemrelevant bezeichnet, aber das bedeutet nicht, dass wir auch so behandelt und respektiert werden. Es ist unser zukünftiger Beruf mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten und das tun wir mir viel Herz und Leidenschaft. Wir sind auch bereit uns diesen Risiken, die mit dem Beruf einhergehen zu stellen, aber nicht unter den jetzigen Bedingungen. Es wird Zeit das Erzieher/innen lauter werden. Dass sie für ihre professionelle Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einstehen und mehr einfordern. Mehr Achtung, mehr Geld in Form von Risikozuschlägen, mehr Sicherheit und vor allem mehr Wertschätzung von der Gesellschaft. 

Sommerpause!

Liebe Leserinnen und Leser,

Uns, den Schülerinnen und Schülern der FSP 19 hat das Bearbeiten unserer Webseite sehr viel Freude bereitet. Wir haben die wichtigsten Informationen unserer Ausbildung bereitgestellt und Euch auf dem Laufenden gehalten.

Auch wir konnten dadurch viele neue Erfahrungen sammeln und sind nun bereit dieses Projekt an die nächste FSP abzugeben.

Die Schülerinnen und Schüler der FSP 20 werden ab September 2020 für Euch da sein und von neuen relevanten Themen berichten.

 

In diesem Sinne verabschiedet sich das Team der FSP 19 von Euch und wünscht schöne Sommerferien!


Der Umgang mit der Corona – Krise in Kindertagesstätten im Landkreis Stade

 

 

Ein weiteres Arbeitsfeld eines/-er ausgebildeten Erziehers/-in ist unter anderem die Arbeit mit Kindern im Alter von null bis sechs Jahren in Kindertagestätten. Um zu erfahren, wie diese Einrichtungen die Krisensituation aufgenommen und wie sie aktuell damit umgehen, haben wir ein Interview mit Kerstin Wichern vom Amt für Jugend und Familie geführt.

 

 

Foto: Nadine Reincke

Frau Wichern berichtet, dass die Bekanntgabe der Maßnahmen bezüglich des Corona – Virus‘ ein großer Schock für alle Kitas war. Die Leitungen und Fachkräfte hatten keine ausreichende Vorbereitungszeit, da sofortiges Handeln notwendig war. Dennoch haben die Eltern volle Unterstützung gezeigt und ihre Kinder, wenn es ihnen möglich war, zu Hause behalten. Dies erleichterte die Einrichtungen erheblich, da so die ersten Notgruppen angemessen eingeteilt werden konnten. Vorgegeben waren fünf Kinder pro Gruppe von denen beide Elternteile in systemrelevanten Berufsgruppen arbeiten. Eine Voraussetzung ist es, dass diese Gruppen von Kindern innerhalb der Einrichtung nicht aufeinandertreffen. Auch zu bedenken war, dass einige Erzieher/innen aufgrund eigener Kinder oder eigenem Risiko nicht in den Notgruppen eingesetzt werden können.

Auf die Frage welche Regeln und Schutzmaßnahmen in Kindertagesstätten angewendet und vermittelt werden, hat sie uns mitgeteilt, dass die Kitas diese Entscheidungen eigenständig treffen, da die Rahmenbedingungen berücksichtigt werden müssen. Demnach hat jede Tagesstätte andere Maßnahmen getroffen, Pflicht ist jedoch die Einhaltung und Umsetzung des Rahmenhygieneplans. Eine zusätzliche Regelung ist die Aussetzung des Kindertagesstättengesetzes. Dies bedeutet, dass das Gesetz, nach dem jede Kindertagestätte verpflichtet ist zu arbeiten, vorrübergehend außer Kraft gesetzt wurde. Stattdessen haftet zeitweilig das Infektionsschutzgesetzt und der Rahmenhygieneplan.

Innerhalb der Kitas wurden Wegemanagements konzipiert. Beinhaltet sind ein Zeitmanagement für die Bring- und Abholphasen, damit sich nicht zu viele Menschen gleichzeitig in den Fluren aufhalten, Wegweiser die einen kontaktfreien Durchgang ermöglichen und die Regelung, dass Erzieher/innen und Kinder keine Maske tragen sollen, da es für die Kinder wichtig ist die Mimik der Erwachsenen zu sehen, um sie deuten zu können. Für Eltern, die sich selbst als Risikogruppe einschätzen, ist es optional eine Maske zu tragen.

Im Alltag werden regelmäßig Gegenstände und die Hände desinfiziert, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Den Kindern werden diese Regeln spielerisch und lebensnah erklärt. Um die Kinder über das Thema „Corona“ aufzuklären, werden Bücher bereitgestellt, Gesprächsrunden im Morgen- und Mittagskreis geführt und gemeinsame Maßnahmen zur Hygiene entwickelt. Diese Aspekte unterstützen die Kinder dabei ihre Angst zu verlieren. Trotz der Abstandsregelung ist es erlaubt ein Kind über Körperkontakt zu trösten, um die bereits entstandene Bindung zwischen Erzieher/in und Kind bestehen zu lassen. Auch die Aufteilung der Räume bedarf einer konkreten Einteilung, da diese von mehren Gruppen gleichzeitig genutzt werden. Besonders die Mensa oder Bewegungs- und Waschräume sind davon betroffen. Einrichtungen, die ein offenes Konzept leben, sind gezwungen in den Stammgruppen zu arbeiten.

Uns hat interessiert, ob nach der Schließung der Einrichtungen eine erneute Eingewöhnung stattfinden muss und wie die neuen Kinder eingewöhnt werden. Frau Wichern hat hier zu berichtet, dass grundsätzlich alle Kinder wieder eingewöhnt werden müssen, da es einerseits eine große Umgewöhnung für die Kinder aus den Notgruppen ist, wenn die Gruppen plötzlich wieder vollzählig sind, andererseits aber auch für die Kinder, die nach so einer langen Zeit zu Hause wieder in die Kita kommen. Hierfür sind strukturierte Abläufe der Erzieher/innen und Rituale nötig, die den Kindern wieder Sicherheit geben. Um den Kontakt zwischen Kindern, die nicht in die Notgruppen gehen konnten, und den Fachkräften aufrecht zu erhalten, wurden verschiedene Mittel, wie Briefe oder Telefongespräche, genutzt. Sehr einfallsreich war eine Schnitzeljagdorganisiert von einer Kita, die die Kinder mit ihren Eltern bewältigen konnten.

Für die neuen Kindern sind die herkömmlichen Eingewöhnungsmodelle momentan nicht anwendbar, da sich sonst zu viele Menschen in einem Gruppenraum aufhalten. Diese Situation bereitet den Erzieherinnen und Erziehern große Sorgen, da noch kein perfektes Eingewöhnungsmodell gefunden wurde. Frau Wichern teilte uns verschiedene Möglichkeiten, zur Umsetzung der Eingewöhnungsphasen mit. Am günstigsten ist ein Kennenlerntreffen zwischen Eltern, Erzieher/in und Kind am Nachmittag. Im nächsten Schritt lernen sich die Kinder untereinander kennen. Um ihnen in der Eingewöhnungszeit Sicherheit zu vermitteln, wird den Elternteilen ein vorbereiteter Platz zur Verfügung gestellt, sodass der Sicherheitsabstand weiterhin eingehalten werden kann. Für Krippenkinder ist die Situation nochmal komplexer, da sie noch stärker auf die Sicherheit und die Unterstützung der Eltern angewiesen sind. Daher versuchen die Einrichtungen Geschwisterkindern einen Aufenthalt in derselben Gruppe zu ermöglichen.

Um Eltern zu unterstützen wurden Gemeinderäumlichkeiten zur Verfügung gestellt, sodass Sondergruppen im Rathaus möglich gewesen wären. Elternteile können sich bei Fragen zur Situation an die Kommune und die Träger der Kitas wenden und sich untereinander zusammenschließen, um die Kinder gemeinsam zu betreuen. Dabei dürfen drei Haushalte insgesamt fünf Kinder zeitgleich betreuen.

Einer der größeren Rückschläge in dieser Zeit ist, dass Pädagoginnen und Pädagogen die Förderung und Bildung der Kinder momentan ausschließen müssen, um eine Betreuung unter den jetzigen Umständen zu ermöglichen. Positiv zu sehen ist jedoch, dass Bereiche wie die Jugendarbeit und Vereine in kleingruppen langsam wieder aktiv werden.

Was uns am meisten während des Interviews mit Frau Wichern bewegt hat, war ihre Aussage: „Man hat den Kindern ihre komplette Kinderwelt genommen.“, da sie nicht mehr in die Kita gehen, sich in ihrer Freizeit nicht mit Freunden treffen oder auf den Spielplatz gehen dürfen.

Nach diesem Interview haben wir erkannt wie viele Schwierigkeiten diese Situation mit sich gebracht hat, aber auch wie kreativ der Landkreis, die Eltern und die Einrichtungen darauf reagiert haben. 


Vier Jahre sind wie im Flug vergangen!

Liebe FSP 18A und FSP 18B,

 

in den letzten vier Jahren habt ihr Euch ausprobiert, Erfahrungen gesammelt und Euch selbst übertroffen. Trotz des holprigen Endes aufgrund der Corona – Krise seid ihr stark geblieben und habt erfolgreich Euren wohlverdienten Abschluss erreicht.

Einige von Euch haben einen Antrag gestellt, früher aus der Schule entlassen zu werden, um direkt ins Berufsleben durchzustarten.

 

 

Wir, die FSP 19, wünschen allen Schülerinnen und Schülern aus den Klassen FSP 18A und FSP 18B viel Erfolg und gutes Gelingen im zukünftigen Berufsleben und weiteren Lebensweg. 


Foto: Frau Czysz                                                                                                                                              Foto: Herr Blanke


Situation in den Jugendzentren in Corona Zeiten

Ein Arbeitsfeld eines/-er ausgebildeten Erziehers/-in ist unter anderem die Jugendarbeit. Wir haben uns gefragt, wie es in der Kinder- und Jugendarbeit während des Lockdowns und danach abgelaufen ist. Dazu haben wir uns mit Marc Olszewski unterhalten.

 

Die plötzliche Konfrontation mit den Auflagen, die zur direkten rechtsverbindlichen Schließung am 16. März 2020 führte, war vorerst nicht fassbar und schwer von den Ausmaßen zu begreifen. Zu Beginn war nicht absehbar, von welchem Zeitraum gesprochen werden würde, sodass auch eine längerfristige Planung zu dem Zeitpunkt nicht möglich war. Durch die Schließung nahmen die Mitarbeiter vorerst Urlaub, Überstunden und gingen in Planungsphasen über, da ein Großteil der Arbeit (offener Bereich) wegfiel. „Die Schließung von Jugendhäusern kann über einen kurzen Zeitraum überbrückt und verkraftet werden, bei einer längeren Phase sind die Konsequenzen nicht vorhersehbar. Die damalige Situation im April ließ eine Planung für den Sommer nicht zu, zumal es keine Regelungen gab.“, so Marc Olszewski. Daraus folgte, dass Aktivitäten, wie zum Beispiel die Ferienfahrten und das Sommerferienspaßprogramm, abgesagt werden mussten.

Wie in anderen Berufszweigen wurde im Büro der Stadtjugendpflege im Schichtbetrieb und im Homeoffice gearbeitet. Es mussten neue Kommunikationsmöglichkeiten gefunden werden, wodurch es Videokonferenzen und regelmäßige Telefonate gab.

Bundesweit gab es verschiedene Konzepte zur Aufrechterhaltung des Kontaktes mit der Klientel, wie zum Beispiel Tanzangebote per „Webinar“ oder persönliche Kommunikation über Videochat. In Stade gibt es für die Stadtjugendpflege noch nicht die Möglichkeit, einen Kontakt über soziale Medien herzustellen.

Für die Familiensysteme ist die derzeitige Situation eine Belastung. Es werden noch einmal die sozialen Unterschiede deutlich und nicht jede Familie hat die Möglichkeit die Kinder zu beschäftigen.

Wie geht es weiter?

Für die Kinder und Jugendlichen spielen die Angebote der Stadtjugendpflege eine signifikante Rolle in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Bevor aber geöffnet werden kann müssen die Vorgaben eines Hygiene- und Sicherheitskonzept auf Grundlage der aktuellen Verordnung vom 22.05.20 umgesetzt werden. Das Team hatte die Aufgabe sich zu überlegen wie die Hygiene- und Abstandsregelungen während eines Angebotes umgesetzt werden können, um das Infektionsrisiko zu mindern. Die Landesregierung hat dazu bisher keine Vorgaben geliefert, die Stadtjugendpflege orientierte sich bei der Entwicklung eines Konzeptes an den Vorgaben für den schulischen Kontext und Kitabereich.

Die Verordnung vom 22.05. gibt zum Beispiel vor, dass sich in einer Einrichtung nicht mehr als zehn Personen während eines Angebotes aufhalten dürfen, unabhängig von der Größe. Durch diese Vorgabe werden die Möglichkeiten der Angebote erheblich eingeschränkt. 

Des Weiteren war die Frage nach der Einhaltung der Grundprinzipien zu klären. Zum Beispiel die Grundprinzipien der Jugendarbeit, Freiwilligkeit, Offenheit, Lebenswelt- und Sozialraumorientierung, Selbstbestimmung, Partizipation stehen größtenteils im Konflikt mit den Auflagen.

„Die Grundprinzipien spiegeln die Haltung aller Pädagoginnen wieder. Durch diese Vorgaben müssen wir als Pädagogen neben der allgemeinen Aufsichts- und Fürsorgepflicht nun auch eine ordnungspolitische Rolle einnehmen, weil wir permanent die Einhaltung der Auflagen überprüfen müssen.“, so Marc Olszewski.

Die aktuelle Situation und die Auflagen können sich jederzeit verändern. Die Entwicklungen und Lockerungen von Auflagen sind bundesweit sehr unübersichtlich, so können sich auch im Bereich der Jugendarbeit jederzeit Veränderungen ergeben.

Um auf dem aktuellsten Stand zu bleiben, könnt ihr auf der Seite der Landesregierung die neusten Vorschriften nachlesen:

https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/vorschriften-der-landesregierung-185856.html

 


Es geht wieder los! Unterrichtsbeginn für die FSP-Unterstufe ab 25.05.2020

Nach mehr als zwei Monaten schulfreier Zeit wird die FSP-Unterstufe ab dem 25.05.2020 wieder die Jobelmannschule besuchen. Die Klasse ist in zwei Gruppen aufgeteilt und im wöchentlichen Wechsel wird dann die jeweilige Gruppe, unter den aktuell erforderlichen Bedingungen, Unterricht haben. In den Wochen, in denen die jeweiligen Gruppen nicht in der Schule präsent sind, werden sie das "Lernen zuhause" fortsetzen.


Klatschen für Helden statt besserer Arbeitsbedingungen

Erzieher/innen gehören wie viele Menschen aus dem sozialen Bereich zu den sogenannten "essential Workers". Sie sind dem Virus besonders stark ausgesetzt, denn Gesellschaft und Wirtschaft können nicht auf sie verzichten. Doch statt die prekären Verhältnisse zu verbessern, in denen Erzieher/innen wie auch Pflegekräfte arbeiten wird auf Balkonen für sie geklatscht -wow.

 

Dabei ist der Umstand keineswegs ein neuer, auch auf dieser Website haben frühere Schüler/innen schon vor Jahren darauf hingewiesen, dass der Nostand in vielen Einrichtungen längst Alltag ist. Passiert ist nichts. Und das, obwohl die ins unserem und verwandten Berufsständen organisierte Reproduktionsarbeit unabdingbar ist, für alle Arbeitenden mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen. Deren Arbeitskraft stünde der Wirtschaft gar nicht zur Verwertung bereit, wenn wir nicht in den Kitas, Jugendzentren und Pflegeeinrichtungen arbeiten würden.

Es wird in diesen Zeiten viel von Wertschätzung geredet. Und natürlich, Wertschätzung der eigenen Arbeit ist immer gut und wichtig, besonders in sozialen Berufen, deren gesellschaftliches Prestige ohnehin äußerst gering ist. Doch von Wertschätzung allein kann sich niemand etwas kaufen. Die Bedingungen unter denen sich die Menschen im sozialen Bereich bis zum Burnout verausgaben, müssen endlich verbessert werden. Statt einem Applaus vom Balkon brauchen Erzieher/innen Unterstützung, bei der Durchsetzung ihrer Forderungen. Klatscht lieber beim nächsten Kita-Streik, statt diesen zu ignorieren oder drüber zu nörgeln.

Das Gerede von Helden schadet hier auch mehr, als dass es nützt. Helden tun was sie tun für Ruhm, der Anerkennung wegen. Wie alle Menschen in unserer Gesellschaft arbeiten jedoch auch Menschen in sozialen Berufen nicht zuletzt, weil sie es müssen um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Lieber werden hier prekär Beschäftigte zu Helden verklärt, anstatt sich ihrer Sorgen und Bedürfnisse anzunehmen, welche in dieser "Krise" noch stärker als sonst mit dem gesellschaftlichen Verwertungszwang in Konflikt geraten.

Die einmaligen Boni, welche jetzt gönnerhaft von einigen Seiten für Erzieher/innen und Co. ins Spiel gebracht werden, lenken dabei nur ab. Langfristige Lösungen müssen her um die belastenden Bedingungen in den Einrichtungen zu beheben. Die Löhne müssen rauf, die Ausbildung standardmäßig bezahlt werden und die Mitbestimmungsrechte in politischen Prozessen gewahrt und ausgebaut. Solange dies nicht geschieht sind 1500€ Boni ein Tropfen auf dem heißen Stein und Klatschen vom Balkon klingt wie Hohn.

 

Natürlich, die meisten Leute meinen es gut, sie klatschen aus ehrenwerten Motiven oder auch bloß aus schlechtem Gewissen. Doch wer Erzieher/innen und anderen sozial Arbeitenden helfen möchte muss diesen auch zuhören, sie ernstnehmen und ensprechtend konsequent handeln. Das wäre einen Applaus wert.

 

M.H., FSP 19

(Der Kommentar spiegelt die Ansichten des Autors und nicht notwendigerweise in allen Bereichen die der gesamten FSP wieder)


Präsenzuntericht trotz Corona - Schulbesuch unter maximaler Vorsicht


"Lernen zu Hause" während der Corona-Pandemie

Am Montag, den 16.03.2020 wurden alle Schulen in Niedersachsen auf Grund der Ausbreitung des Coronavirus geschlossen.

Seit Mittwoch, dem 22.04.2020 nehmen alle Klassen der Jobelmannschule am "Lernen zu Hause" teil. Dieses findet über verschiedene Lernplattformen, wie "Moodle", "HumHub" oder andere Kommunikationswege statt. Die Lehrer stellen Aufgaben und Arbeitsblätter auf diesen Lernplattformen zur Verfügung, welche von uns, also den Schülern/Schülerinnen bearbeitet wird und anschließend an die Lehrer zurück gesendet wird. In dieser besonderen Zeit ist es wichtig, dass die Schüler und Schülerinnen eigenständig an diesen Aufgaben arbeiten um nicht zu viel Lernstoff zu verpassen. Das heißt also, dass wöchentlich neue Aufgaben zu dem jeweiligen Fach geschickt werden.
Die Schüler/innen haben dann eine vorgeschriebene Zeit, in der die Aufgaben bearbeitet werden müssen, damit die Lehrer diese bewerten können.

Da keine Klassenarbeiten geschrieben werden können, oder mündliche Noten benotet werden können, dient dieser Weg zu einer anderen Benotung.


Praktikum in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen

Foto: Maria Depolt
Foto: Maria Depolt

Im ersten Ausbildungsjahr der FSP ist es möglich sein Praktikum in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen zu absolvieren. Oft entscheiden sich Auszubildende der FSP aus Unsicherheit gegen diese Möglichkeit. Man sollte sich die Chance etwas Neues kennenzulernen und auszuprobieren, aber nicht nehmen lassen. Gerade die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen kann sich positiv auf das eigene Selbstbewusstsein, Durchsetzungsvermögen und Durchhaltevermögen auswirken. Voraussetzungen für diese Arbeit sollten Freundlichkeit, Offenheit und Geduld gegenüber diesen Menschen sein.

 

Eine mögliche Einrichtung für ein solches Praktikum könnte die Förderschule Ottenbeck sein. Dort werden Kinder mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Bereich der geistigen Entwicklung unterrichtet. Die Förderschule verfügt im Haupthaus im Schuljahr 2019/ 2020 über 15 Klassen von Klasse 1 - 12 und ca. 90 Schüler/ innen. Das Besondere an der Arbeit ist es jedes Kind nach seinen individuellen Möglichkeiten und Bedürfnissen zu fördern und mit der weitestmöglichen Selbstständigkeit die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu eröffnen. Dazu muss eine enge Beziehung zu den Kindern aufgebaut werden.

 

Zu den Aufgaben eines Erziehers/ einer Erzieherin in diesem Bereich gehören z.B. unterstützende erzieherische Maßnahmen während der Unterrichtszeit, Betreuung der gemeinsamen Essenszeiten und die Unterstützung bei alltäglichen Prozessen der Kinder. Die Erzieher/ innen begleiten die Schüler über den gesamten Tag in der Einrichtung und sind deshalb wichtige Bezugspersonen.

 

Die größten Unterschiede zu einer Kindertagesstätte sind vor allem die zeitlich enger strukturierten Abläufe und eine klare Führung. Die klare Führung ist für die Kinder wichtig, weil man nicht davon ausgehen kann, dass sie Entscheidungen für sich selber treffen können, z.B. das Anziehen bei kalten Temperaturen.

 

Aus eigener Erfahrung kann ich ein Praktikum in der Förderschule Ottenbeck nur empfehlen, ich fühlte mich dort gut aufgenommen und angeleitet. Praktikanten sind in der Förderschule immer gerne gesehen.

 



Impfpflicht in KiTas und Schulen

Am 01.03.2020 tritt ein neues Gesetz zur Impfpflicht in Kraft. Dieses besagt, dass alle Kinder und Mitarbeiter in Kindertageseinrichtungen, Schulen, Gemeinschafts- oder Flüchtlingsunterkünften gegen Masern geimpft sein müssen. Können sie diese Impfung nicht nachweisen, drohen Bußgelder bis zu 2500€ oder der temporäre Ausschluss aus der Einrichtung. Dieses Gesetz entstand aus dem Umstand heraus, dass die allgemeinen Impfzahlen in den letzten Jahren zurückgegangen sind, wodurch die Herdenimmunität nicht mehr ausreichend gegeben ist. Die Herdenimmunität schafft einen umfassenden Schutz für z.B. alle Bürger Deutschlands, wenn über 94% aller Menschen geimpft sind. Dadurch werden auch diejenigen geschützt, die sich aus unterschiedlichen Gründen (Alter, gesundheitliche Gründe) nicht impfen lassen können. 

 

Quelle: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/masern-bundestag-beschliesst-impfpflicht-fuer-kita-kinder-und-kita-mitarbeiter-a-1296471.html [Stand: 20.02.20]



Die FSP 19 sammelt neue Praxiserfahrungen!

 

Seit dem 13.01.2020 befindet sich die FSP Unterstufe im Praxisblock. Von Montag bis Donnerstag besuchen die SchülerInnen die verschiedensten Praxiseinrichtungen. Das besondere an diesem Praktikum ist, dass neue Arbeitsfelder entdeckt werden.  In diesem Ausbildungsjahr arbeiten wir mit Kindern über sechs Jahren, Menschen mit Beeinträchtigungen, in Jugendhäusern und vielen weiteren Bereichen. Allerdings haben wir unseren gewohnten Bereich in den Kindertagesstätten verlassen. Dies bringt neue Ängste, aber auch viele neue Erfahrungen für die SchülerInnen mit sich.

 

Nun sind auch schon die ersten drei Wochen im neuen Arbeitsfeld vorbei und wir konnten in unseren Praxiseinrichtungen ankommen. Da dieses Praktikum bis Mitte April geht, steht bei einigen SchülerInnen nun schon bald die erste benotete Aktivität an.

 

Es bleiben also weiterhin viele neue Erfahrungen offen.

 


Neue Ausgabe des Handbuchs zur sozialpädagogischen Ausbildung

 

Ab dem Schuljahr 2019/2020 wird es eine neue Ausgabe des Handbuchs zur sozialpädagogischen Ausbildung geben.

In dem Handbuch werden Euch die jeweiligen Ausbildungsverläufe erläutert. Außerdem enthält es entsprechende Arbeitshilfen.

 

 

 

 

 

 

Herunterladen könnt Ihr Euch das Handbuch als PDF unter dem Punkt Sonstiges!

 

 


Das Gute - Kita - Gesetz

Seit dem 1. Januar 2019 ist das Gute-Kita-Gesetz gestartet. Was hat es sich mit dem neuem Gesetz überhaupt auf sich? Was stellt es dar?

Mit diesem Gesetz werden den Ländern vom Bund bis zum Jahr 2022 insgesamt 5,5 Mrd. Euro für die Qualitätsentwicklung in den Kindertagesstätten und in der Kindertagespflege zur Verfügung gestellt.

 

Dabei umfasst die Qualitätsentwicklung in der Kinderbetreuung 10 Handlungsfelder:

  1. Bedarfsgerechtes Angebot

    * Anpassung der Öffnungszeiten

    * individuelle Förderung der Kinderbetreuung

  2. Guter Betreuungsschlüssel

    * für eine bestimmte Kinderanzahl muss eine Mindestanzahl an Erzieher/innen anwesend sein

  3. Qualifizierte Fachkräfte

    * mehr Erzieher/innen in die Kitas

  4. Starke Kita – Leitungen

    * Stärkung der Leitungen, d. h. mehr Planungs – und Organisationsfreiraum

  5. Kindgerechte Räume

    * Gestaltung und Ausstattung der Räumlichkeiten verbessern

  6. Gesundes Aufwachsen

    * Förderung der kindlichen Entwicklung, Gesundheit, Ernährung und Bewegung

  7. Sprachliche Bildung

    * Sprachförderung

  8. Starke Kindertagespflege

    * Stärkung der Tagespflegepersonen durch Qualifizierungen und verlässlichen Vertretungsregelungen

  9. Netzwerke für mehr Qualitätsentwicklung

    *intensive Zusammenarbeit der Länder und Träger der öffentlichen und freien Jugendhilfe

  10. Vielfältige pädagogische Arbeit

    * Kinderschutz und Kinderförderung stehen im Vordergrund

 

Durch die Verbesserung dieser Handlungsfelder haben alle Kinder ab sofort die gleichen Ausgangschancen. Aber auch die Eltern werden bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützt.

Beispielsweisen können Familien mit geringem Einkommen finanziell entlastet werden, da sie nun die Betreuungsplätze nicht mehr bezahlen müssen. Weitere Maßnahmen für die Gebührenentlastung ist die soziale Staffelung bei den Elternbeiträgen.

 

Das Gute-Kita-Gesetz sorgt für bessere Arbeitsbedingungen für Erzieher/innen sowie für Tagesväter und Tagesmütter. Somit ist gegeben, dass das Wissen und Können der Fachkräfte besser eingesetzt werden.

 

Jedes Bundesland kann das bereitgestellte Geld so nutzen, dass es für sich und seine Kitas gut aufgeteilt wird. Daber ist das Ziel der Qualitätsentwicklung zum Einen nicht bundeseinheitlich, zum Anderen wird es nicht 100%ig umgesetzt werden können. 

 

Einige der Bundesländer investieren die bereitgestellten Gelder, damit die Betreuung beitragsfrei wird, andere wiederum in die Qualität ihrer Einrichtung, angefangen in den Räumlichkeiten über Qualifizierungen ihrer Mitarbeiter und Leitung bis hin zu einem besseren Betreuungsschlüssel.

Allerdings bringt es nichts, nur die vorhandenen Fachkräfte zu fördern oder die Kitas auszustatten, wenn es an Erzieher/innen mangelt, um einen besseren Betreuungsschlüssel gewährleisten zu können und damit eine qualitativ gute Arbeit leisten zu können.

Unser Meinung nach sollten die Gelder auch dafür eingesetzt werden, einen Anreiz und eine Motivation zu schaffen den Beruf eines/r Erzieher/in zu erlernen.

 

 

Quellen:

 

www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/familie/kinderbetreuung/das-gute-kita-gesetz/128214

 

www.cdu.de/gute-kita-gesetz 181112-gute-kita-gesetz-faq.pdf

 

www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/So-setzen-die-Bundeslaender-das-Gute-Kita-Gesetz-um