Das Praxisportfolio ist eine Sammlung von Reflexionen, die die Entwicklung deiner Persönlichkeit darstellen soll. Die Reflexionen werden in einer Mappe oder einem Ordner gesammelt und beschreiben deine Gefühle, deine Gedanken, dein Handeln, deine Stärken und Schwächen und alles was du als wichtig empfandest in der jeweiligen Situation.
Es ist ganz wichtig, dass du nicht beschreibst, was du am Tag in der Einrichtung gemacht hast, sondern, dass du konkret auf deine eigene Rolle eingehst.
Es wird sowohl in der SPA, als auch in der FSP, ein Praxisportfolio für die Arbeit im Praktikum geführt, welches am Ende in die Praxisnote einfließt.
In eine Portfoliomappe gehören:
· Deckblatt
· Inhaltsverzeichnis
· Erwartungen an das Praktikum
· Wöchentliche Reflexionen der eigenen Person in bestimmten Situationen
· Zielformulierungen
· Reflexionsbögen vom Mentor/innengesprächen
· Unterrichtsmaterial zum Thema „Portfolioarbeit“
· Entwicklungssterne (in SPA)
· Kompetenzraster (in FSP)
· Gerne anschauliche Bilder von eigenen Aktivitäten (aber immer mit einer Reflexion dazu)
· Abschlussreflexion
Das Praxisportfolio soll also verdeutlichen, welche Ziele du in diesen vier Jahren (SPA und FSP) verfolgst, welche Kompetenzen du bereits bei dir erweitern konntest und was deine persönlichen Stärken und Schwächen in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sind.
Diese Mappe ist ein laufender Prozess, der jede Woche fortgeführt werden soll und somit eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Erzieher/inrolle aufweist.
Du beschreibst zudem aber auch, was du bei deiner Zielgruppe so beobachtet hast und gehst darauf ein, ob du Veränderungen in deiner Gruppe wahrnimmst, an denen du mit bestimmten Aktivitäten zukünftig anknüpfen möchtest. Somit lernst du Schritt für Schritt immer mehr über dich selber, über deine Zielgruppe und erhältst eine Grundlage für die Selbstreflexion, die im späteren Berufsleben ebenfalls von großer Bedeutung ist.
Durch die regelmäßige Reflexion deiner Rolle lernst du auch, wie du mit Herausforderungen am besten umgehst und wo deine eigenen Grenzen liegen.
Da du mit deinem Mentor oder deiner Mentorin im Praktikum alle zwei bis drei Wochen ein Reflexionsgespräch führen sollst und diese verschriftlichte Reflexion ebenso in die Mappe heftest, wird die Portfoliomappe gleichzeitig zu einer Sammlung, die das dialogische Lernen aufweist. Dabei sollst du von deinem Mentor oder deiner Mentorin Tipps, Feedbacks, Beobachtungen, andere Blickwinkel auf eine Situation oder ein Verhalten und gemeinsame Zielvereinbarungen erhalten, die du für die weitere Zeit nutzen und verfolgen kannst.
Durch die Portfolioarbeit erweiterst du dein Selbstbewusstsein, was dazu führen kann, dass du dir mehr zutraust und du vermehrt Verantwortung im Alltag übernimmst.
Alles in allem ist das Praxisportfolio eine hilfreiche Methode, um deine Entwicklung in der Ausbildung festzuhalten und dir diese selber vor Augen zu führen. Außerdem baust du somit eine reflektierte Haltung auf und kannst dein Handeln pädagogisch begründen.
Text: erstellt von Katharina Ilgner, FSP25