Praktikumsberichte

Verschiedene Arbeitsfelder 

Während der Ausbildung absolvieren wir verschiedene Praktika, denn so haben wir die Möglichkeit unterschiedliche sozialpädagogische Bereiche kennenzulernen. Während der 2 jährigen Ausbildung zum/zur Sozialpädagogischen Assistent/in haben wir bisher nur im Elementar und Krippenbereich einer Kindertagesstätte gearbeitet, weshalb es für uns jetzt sehr aufregend ist, im ersten und zweiten Jahr der Ausbildung zum/zur Erzieher/in mehr über andere Arbeitsfelder zu erfahren und sie in der Praxis kennenzulernen. Wir haben in diesem Jahr die Chance während unseres Praktikums, welches drei Monate lang geht, unter anderem in Jugendzentren, Schulen, Wohngruppen, Kinderheimen und mit Menschen mit Behinderung zu arbeiten. Insgesamt bietet unsere vier jährige Ausbildung viele Möglichkeiten Erfahrungen zu sammeln und verschiedene Arbeitsfelder kennenzulernen.

 

Innerhalb dieses dreimonatigen Praktikums soll unser Schwerpunkt auf mediengestützten Angeboten liegen. Das bedeutet, dass wir mindestens  ein Angebot mit den Jugendlichen bzw. den Menschen mit Beeinträchtigung durchführen dürfen, das mit einem Medium begleitet wird. Dies kann z.B. eine Kamera sein, mit der ein gemeinsamer Film gedreht wird oder mit der Fotos gemacht werden können.

 


Gut vorbedacht - schon halb gemacht

Während unseres Praktikums werden wir zwei Angebote durchführen, die von einer Lehrkraft bewertet werden. Hierbei können wir selbst entscheiden, ob dies ein mediengestütztes Angebot sein soll oder eines mit einem anderen Schwerpunkt.

 

Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl des Praktikumsplatzes ist, dass man im Vorwege abklärt, ob man genug Stunden in der Einrichtung arbeiten kann, um die vorgeschriebenen 300 Stunden abzuleisten. Ebenfalls ist zu beachten, dass das Tätigkeitsfeld dem Erzieher/innen-Beruf zugeordnet wird. Des Weiteren muss eine Anleitung/Mentor vor Ort tätig sein, die den Beruf des Erziehers bzw. der Erzieherin erlernt oder Sozialpädagogik studiert hat.

 


Vorzeitige Beendigung des Praktikums im Hort

Aufgrund der Situation mit dem Coronavirus endete unser Praktikum leider vorzeitig. Ich habe mein Praktikum in einem Hort in Stade absolviert und hätte mir persönlich keine bessere Einrichtung für mich vorstellen können. Ich habe mich von Anfang an sehr wohl gefühlt und mich mit dem Team super verstanden. Noch wichtiger aber, ich konnte sehr schnell eine angemessene Beziehung zu den Kindern aufbauen. Die Arbeitszeiten waren für mich perfekt und ich bin super auf meine Stunden gekommen und konnte mir sogar an einigen Tagen "Überstundenfrei" frei nehmen. Das heißt, ich konnte zum Beispiel eine Stunde eher gehen.

Sophia Bube, FSP19

 

Aktivitätsbesuch der Lehrkraft
Zum Glück waren meine beiden Angebote zeitlich so gelegt, dass ich sie noch durchführen konnte. Ich war jeweils vor meinen Angeboten sehr aufgeregt, was sich aber schnell wieder gelegt hat, vor allem durch die Kinder. Vor meinem ersten Angebot hat ein Kind mich gefragt ob ich aufgeregt bin, darauf antwortete ich "Ja, sehr sogar". Die Antwort des Mädchens darauf war: "Aber warum denn, wir sind doch alle für dich da!"
In solchen Momenten weiß ich einfach, dass ich mir den richtigen Beruf ausgesucht habe und sich die vierjährige Ausbildung definitiv lohnt!

Sophia Bube, FSP19

 


Mein Praktikum in einer Hortgruppe

Das Praktikum der FSP Unterstufe habe ich in einem Stader Hort absolviert. Ich war im Vorfeld zum Praktikum zwar vorfreudig, aber auch genauso aufgeregt, denn ich hatte zuvor nur sehr wenige Erfahrungen in der Hortarbeit machen können. Ich wurde positiv und offen von den Kollegen und Kindern aufgenommen, und hatte somit direkt einen guten ersten Eindruck. Dadurch, dass das Praktikum mit ca. 3 Monaten relativ kurz ist, hat man nicht viel Zeit um zu beobachten und sich einzugewöhnen. Daher habe ich direkt in den ersten Tagen versucht, so viel wie möglich von der Struktur und dem Tagesablauf aufzunehmen und zu verinnerlichen. Ebenso habe ich direkt den Kontakt zu den Kindern gesucht, um sie kennenzulernen und um eine Beziehung zu ihnen aufzubauen.

Nach ein paar Wochen fühlte ich mich als fester Bestandteil der Gruppe. Ich habe im Alltag und Gruppengeschehen immer mehr Aufgaben und Verantwortung übernommen, und wurde dadurch auch sicherer in meinem Auftreten. Jeden Dienstagnachmittag habe ich ein 45-minütiges Bewegungsspiel-Angebot, als Teil des Nachmittagsangebotes der Ganztagsschule, in der Turnhalle durchgeführt. Des Weiteren habe ich mindestens einmal die Woche in meiner Gruppe mit ein paar Kindern verschiedene Angebote durchgeführt. So war ich beispielsweise mit den Kindern einkaufen, habe mit ihnen gebacken oder habe etwas kreativ mit ihnen gestaltet. Zu meinen typischen Aufgaben zählten z.B. die Begleitung beim Mittagessen, die Hausaufgabenbetreuung und das Durchführen pädagogischer Angebote. Daneben hatte ich noch einige andere strukturelle und organisatorische Tätigkeiten, die einen reibungslosen Ablauf im Gruppengeschehen ermöglichen, wie beispielsweise das Führen des Gruppentagebuchs.

 

Ich sollte in diesem Praktikum ursprünglich zwei besuchte Aktivitäten durchführen, aber die zweite Aktivität war aufgrund der Schulschließungen, als Konsequenz der Corona Pandemie, nicht mehr möglich. Das Praktikum endete daraufhin sehr abrupt, was ich sehr bedauerlich fand. Gerade in den letzten Wochen der Praxis konnte ich bei mir einen deutlichen Entwicklungssprung feststellen, und hätte dies gerne noch weiter ausgebaut.

 

Abschließend lässt sich festhalten, dass mir das Praktikum sehr gut gefallen hat. Ich konnte einen Einblick in ein neues Arbeitsfeld eines Erziehers/einer Erzieherin bekommen, habe mich weiterentwickelt, und konnte meine Kompetenzen stärken. Es hat mich zwar auch teilweise sehr gefordert, aber in gewisser Hinsicht tat mir dies gut und hat mich weitergebracht.

Nach diesem Praktikum kann ich mir vorstellen, später einmal in einem Hort tätig zu sein.

 

D.Y.

FSP 19